Die ehemalige US‑Kongressabgeordnete und heutige Director of National Intelligence Tulsi Gabbard ist in den jüngsten Kongressanhörungen zu globalen Bedrohungen in die Schusslinie geraten. Bei der sogenannten „Worldwide Threats Hearing“ musste sie sich vor dem Senats‑Intelligence‑Ausschuss für die Einschätzung der iranischen Atom‑ und Raketentechnologie rechtfertigen – Themen, die auch 2026 noch stark von der laufenden US‑Israel‑Kampagne gegen Iran geprägt sind.
Tulsi Gabbard betonte, dass die iranische Regierung zwar „intakt“, aber durch Bombenangriffe „zum größten Teil geschwächt“ sei; die konventionellen militärischen Projektionsmöglichkeiten Teherans seien stark reduziert. Zugleich weigerte sie sich, explizit von einer „unmittelbaren Bedrohung“ durch Iran zu sprechen, und verwies darauf, dass allein der US‑Präsident über die Einschätzung einer unmittelbaren Gefahr entscheide.
Vorwürfe, Rücktritte und politische Folgen
Kritiker werfen Tulsi Gabbard vor, in ihrer Einlassung vor dem Senat wichtige Informationen zur iranischen Atomtechnologie weggelassen zu haben, die mit den öffentlichen Äußerungen von Präsident Trump nicht vollständig übereinstimmen. Zudem wurde die Resignation ihres Top‑Beraters Joe Kent bekannt, dessen Rücktritt als Direktor des National Counterterrorism Center direkt mit der eskalierenden Lage im Iran‑Konflikt verbunden wird.
Medienberichten zufolge wird hinter den Kulissen bereits über die Dauer ihrer Amtszeit als Geheimdienstchefin spekuliert. Gerade Tulsi Gabbards frühere anti‑interventionistische Positionen und ihre Rolle im Iran‑Konflikt sorgen bei einigen Republikanern und Falken im Kongress für Unmut, was ihren politischen Rückhalt weiter unter Druck setzt.
Tulsi Gabbard und die globale Sicherheitsdebatte
Tulsi Gabbard bleibt damit eine der umstrittensten Figuren der US‑Sicherheitspolitik. In derselben Runde zur globalen Bedrohungslage positionierte sie Pakistan neben Russland, China und Nordkorea als Land, das laut US‑Geheimdienst für wachsende nukleare Risiken sorgt – ein Aspekt, der in der indischen und pakistanischen Presse intensive Diskussionen auslöst.
Trotz der Kritik beharrt Tulsi Gabbard darauf, nur die Einschätzung der Geheimdienste weiterzugeben und sich nicht in politische Urteile von Präsident Trump einzumischen. Für die Debatte über Geheimdiensttransparenz und die Rolle der US‑Spionage in der Außenpolitik bleibt Tulsi Gabbard 2026 eine zentrale Bezugsperson – sowohl in der Biden‑oppositionellen wie in der kritischen Kommentatoren‑Landschaft.
Quellen
Die US-Geheimdienste stellten vor Kriegsbeginn keine Veränderung der iranischen Raketenkapazitäten fest
Gabbard steht wegen Behauptungen zu Geheimdienstinformationen über das iranische Atomprogramm unter genauer Beobachtung