Nach wochenlangen Auseinandersetzungen innerhalb der Koalition steht das Rentenpaket heute zur Abstimmung im Bundestag. Der Konflikt drehte sich um die Verlängerung der Haltelinie für ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent bis 2031 sowie umstrittene Punkte wie die Erhöhung nach 2031. Die Junge Gruppe der Union hatte eine Ablehnung gedroht, da sie eine dauerhaft höhere Belastung für Jüngere befürchtet.
Kerninhalte des Pakets
Das Gesetz sichert Rentnern Erhöhungen im Gleichschritt mit Löhnen und bringt durch die Haltelinie etwa 420 Euro mehr pro Jahr für eine Standardrente. Ergänzt wird es durch die Ausweitung der Mütterrente auf drei Jahre Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder sowie die Aktivrente, die bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei ermöglicht. Ab 2027 soll die Mütterrente eine “Gerechtigkeitslücke” schließen, unabhängig vom Geburtsjahr.
Ausblick und Kommission
Parallel zur Abstimmung über Betriebsrentenreform und Aktivrente startet in zwei Wochen eine Rentenkommission mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft, inklusive junger Generation. Bis Mitte 2026 sollen Vorschläge zu Themen wie längerer Arbeitszeit oder Einbeziehung von Beamten vorliegen, um demografische Herausforderungen zu meistern. Die Koalition sieht das Paket als Zwischenstepp in einer breiteren Reformdebatte.
Quellen
Ende eines wochenlangen Streits
Rentenpakt kurz vor Abschluss: Konflikt in der Koalition endet