Die Mütterrente sorgt derzeit für große Schlagzeilen in Deutschland, da der Bundestag sie kürzlich weiter ausgebaut hat. Mit der Mütterrente 3 profitieren Millionen Mütter von höheren Rentenansprüchen.
Beschluss der Mütterrente 3
Der Deutsche Bundestag hat am 5. Dezember 2025 die Mütterrente 3 als Teil des Rentenpakets 2025 mit 318 Ja-Stimmen beschlossen. Sie tritt ab 1. Januar 2027 in Kraft und gleicht die Rentenansprüche für alle Kinder aus – unabhängig vom Geburtsjahr. Mütter mit Kindern vor 1992 erhalten dadurch etwa 20 Euro mehr Rente pro Kind monatlich.
Finanzielle Auswirkungen
Ab 2026 wirken sich bestehende Regelungen bereits spürbar aus: Bei einem Kind sind es rund 20,40 Euro extra, bei zwei Kindern 40,80 Euro und bei drei Kindern 61,20 Euro mehr Rente. Die vollständige Mütterrente 3 könnte in Einzelfällen bis zu 245 Euro monatlich bringen. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf etwa fünf Milliarden Euro.
Wer profitiert am meisten?
Besonders Mütter mit Kindern vor 1992 gewinnen, da sie nun einheitlich drei Rentenpunkte pro Kind erhalten statt bisher 2,5. Väter können ebenfalls Erziehungszeiten geltend machen, doch Mütter sind primär betroffen. Ein Antrag ist oft nicht nötig, da die Rentenversicherung die Zeiten automatisch anpasst.
Hintergrund und Kritik
Die Mütterrente erkennt Kindererziehungszeiten seit 2014 rentenrechtlich an – zuerst mit Mütterrente I und II. Kritiker sehen die Ausweitung als Belastung für Jüngere, doch Befürworter wie die CSU betonen Gerechtigkeit für rund 10 Millionen Frauen. Ab 2027 endet die Diskriminierung zwischen Geburtsjahren endgültig.
Quellen
Mütterrente: So viel mehr Geld gibt es 2026 und 2027 mit 1, 2 oder 3 Kindern!
Deutschland will die „Mutterrente“ erhöhen – trotz knapper öffentlicher Kassen