Aktuelle Streikankündigungen
Die Gewerkschaften ver.di und dbb haben Streiks in Universitätskliniken, Kindertagesstätten, Verwaltungsbehörden und Erzieherdiensten angekündigt. Ab der Woche nach dem 16. Januar 2026 sollen diese Maßnahmen flächendeckend greifen, um Druck auf die Tarifgemeinschaft der Länder auszuüben.
In Sachsen fand am 23. Januar 2026 ein Warnstreik mit 700 Teilnehmern in Dresden statt, weitere Aktionen in Zwickau, Chemnitz und Bautzen folgen. Höhepunkt ist der landesweite Lehrerkundgebung am 29. Januar 2026 in Dresden und Leipzig vor der Verhandlungsrunde am 11. Februar.
Regionale Proteste und Mobilisierung
In Schleswig-Holstein ruft die GdP-Mitglieder zum Warnstreik und zur Demonstration am 10. Februar 2026 in Kiel auf, mit Kundgebung ab 15:30 Uhr. Ziel ist es, Finanzministerin Silke Schneider zu mehr Engagement zu bewegen.
Die dbb kritisiert die Verweigerungshaltung der Länder und erweitert Proteste auf Unikliniken, Straßenräumdienste und Schulen bis Mitte Februar. Tarifchef Andreas Hemsing betont, dass die Beschäftigten trotz enormer Aufgaben unterbezahlt sind.
Hintergründe und Forderungen
Die Streiks richten sich gegen ausbleibende Tarifangebote trotz hoher Inflation. Verdi fordert im öffentlichen Nahverkehr über zehn Prozent Lohnerhöhung, IG BCE will Kaufkraft sichern.
Die Gewerkschaften entschuldigen sich bei Bürgern für Beeinträchtigungen, sehen aber keine Alternative zur Eskalation. Nächste Runden in Potsdam und bei der Autobahn GmbH am 6. Februar erhöhen den Druck.
Quellen
Gewerkschaften drohen mit Protesten auf der Straße
Gewerkschaften wollen Warnstreiks ausweiten