In Dresden sorgt ein neuer Bombenfund für Aufsehen. Die Entdeckung einer Weltkriegsbombe führt zu massiven Evakuierungen im Stadtzentrum.
Fundort und Hintergrund
Der Bombenfund ereignete sich am Neustädter Elbufer nahe der ehemaligen Carolabrücke. Bei Sondierungsarbeiten für den Neubau der Brücke, die 2024 eingestürzt war, wurden verdächtige Gegenstände entdeckt. Es handelt sich um eine 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, wie die Feuerwehr bestätigte.
Dieser Dresden Bombenfund ist Teil einer Serie: Im Vorjahr gab es bereits mehrere Funde an gleicher Stelle, darunter im August 2025 mit 17.000 Evakuierten.
Evakuierungsmaßnahmen
Am Mittwochmorgen, den 11. März 2026, müssen rund 18.000 Menschen den Sperrkreis von 1.000 Metern Radius bis 9 Uhr verlassen. Betroffen sind Anwohner, Pendler und Touristen in der Innenstadt, einschließlich Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche und Semperoper. Eine Notunterkunft in der Messe Dresden ist ab 7 Uhr verfügbar, mit Sonderverkehr der DVB.
Die Behörden informieren über Website, Warn-Apps und Social Media der Stadt, Feuerwehr und Polizei.
Entschärfung und Einsatzkräfte
Die Bombe soll vor Ort entschärft werden, da ein Transport zu riskant ist. Über 590 Feuerwehr- und Rettungskräfte sowie 1.200 Polizisten sind im Einsatz. Polizeipräsident Horst Kretzschmar betonte das hohe Gefahrenpotenzial solcher Blindgänger.
Dieser Dresden Bombenfund unterstreicht die anhaltende Belastung durch Relikte des Zweiten Weltkriegs, bei dem Dresden 1945 schwer getroffen wurde.
Quellen
Bombenfund in Dresden: Stadtzentrum wird am Morgen evakuiert
Bombenfund in Dresden: 18.000 Menschen müssen am Mittwoch ihre Häuser verlassen