„Selbstbestimmung statt Burka“: CDU‑Frauen wollen Vollverschleierung verbieten

27/01/2026
1 Minute lesen
cdu-frauen-burka-verbot

Die Frauen‑Union der

Damit wollen die CDU‑Frauen die Debatte über Vollverschleierung in der Partei neu anstoßen und die Linie der Union klarer auf Frauenrechte, Sicherheit und Integration ausrichten. Über den Antrag sollen die Delegierten beim Bundesparteitag Ende Februar abstimmen.

Begründung: Frauenrechte, Sicherheit und Integration

In dem Antrag argumentieren die Frauen‑Union‑Vertreterinnen, dass ein offenes Gesicht die Grundlage einer offenen Gesellschaft sei und ein Verhüllungsverbot ein „klares Zeichen für die Selbstbestimmung der Frau und gegen jede Form von Zwangsverschleierung“ setze. Sie sehen die dauerhafte Vollverschleierung zudem als Hindernis für Integration und als Faktor, der Parallelstrukturen begünstige.

Zusätzlich werden sicherheitspolitische Aspekte betont: Die Identifizierbarkeit von Personen im öffentlichen Raum sei entscheidend für Gefahrenabwehr, polizeiliche Arbeit und den Betrieb staatlicher Institutionen. Die Frauen‑Union verweist darauf, dass Deutschland dem „europäischen Weg“ folgen und ein „maßvolles, rechtssicheres“ Verbot einführen solle.

Vergleich mit anderen Ländern

In mehreren europäischen Staaten wie Frankreich, Belgien und Österreich existieren bereits Gesetze, die Vollverschleierung in der Öffentlichkeit untersagen. Diese Verbote wurden in der Vergangenheit von Gerichten mehrfach als mit den jeweiligen Verfassungen vereinbar eingestuft, was die CDU‑Frauen als Argument für eine ähnliche Regelung in Deutschland nutzen.

Die Frauen‑Union verweist zudem darauf, dass es in Deutschland nur eine sehr kleine Zahl von Frauen gibt, die Burka oder Niqab tragen, und betont, dass es nicht um die Bevormundung einzelner, sondern um ein klares gesellschaftliches Signal gehe.

Kritik und mögliche Folgen

Kritikerinnen und Kritiker warnen, dass ein solches Verbot vor allem muslimische Frauen stigmatisiere und die Integrationsziele eher behindere als fördere. Sie plädieren stattdessen für Bildungs‑ und Emanzipationspolitik statt für Kleidungsvorschriften, um Frauen aus Zwangssituationen zu befreien.

Innerhalb der CDU dürfte der Antrag zu einer kontroversen Debatte führen, da Teile der Partei ein Verbot als notwendiges Sicherheits‑ und Integrationsinstrument begrüßen, während andere Bedenken wegen Grundrechten und Religionsfreiheit äußern. Entscheidend wird sein, wie die Delegierten auf dem Bundesparteitag abstimmen – und ob die CDU damit eine klare bundesweite Linie zur Vollverschleierung festlegt.

Quellen

CDU-Frauen fordern Burka-Verbot
„Selbstbestimmung“ statt „Burka“ – CDU-Frauen fordern Verbot der Vollverschleierung

Matthias Otto

Matthias Otto

Hallo, mein Name ist Matthias Otto und ich arbeite als Autor bei Investorbit.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

Nach oben gehen

Nicht verpassen!

Sarah Zucker

Sarah Zucker: Erfolgreiche Schlager-Sängerin strahlt

Sarah Zucker fasziniert die deutsche Schlagerszene mit ihrer klaren Stimme
afd-spionage

Thüringens Innenminister Maier wirft AfD Spionage für Russland vor

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat der AfD vorgeworfen, im