Altersgrenze. Sie betonte in einem Interview, dass es gerechter wäre, wenn Menschen, die früh ins Arbeitsleben eintreten, auch früher abschlagsfrei in Rente gehen könnten.
Das bisherige System orientiert sich überwiegend am gesetzlichen Rentenalter von derzeit 67 Jahren. Wer früher in Rente geht, muss bislang mit teils spürbaren Abschlägen rechnen – auch dann, wenn bereits über 45 Jahre Beiträge eingezahlt wurden.
Gerechtere Übergänge für Handwerker und Geringverdiener
Bas argumentierte, dass vor allem Menschen in körperlich anstrengenden Berufen von einer Rentenregel nach Beitragsjahren profitieren würden. Wer beispielsweise mit 17 Jahren eine Ausbildung beginnt und jahrzehntelang arbeitet, hat mit Mitte 60 bereits deutlich länger in die Rentenkasse eingezahlt als viele Akademiker, die später ins Berufsleben starten.
Das Konzept folgt damit früheren Vorschlägen, etwa von Gewerkschaften und Sozialverbänden, die sich seit Jahren für eine 60er- oder 63er-Rente nach 45 Beitragsjahren einsetzen.
Politische Debatte über Wachstum und Demografie
Die Diskussion fällt in eine Zeit, in der die Bundesregierung angesichts des Fachkräftemangels über eine längere Lebensarbeitszeit nachdenkt. Kritiker einer flexibleren Regelung warnen, dass eine frühere Verrentung die Sozialkassen zusätzlich belasten könnte. Befürworter entgegnen, dass ein gerechteres System die Akzeptanz der Rentenversicherung langfristig stärke.
Ökonomen fordern, neben der Beitragsdauer auch die tatsächliche Erwerbsbelastung und Gesundheit stärker zu berücksichtigen. Eine differenzierte Lösung könne sowohl soziale Gerechtigkeit als auch wirtschaftliche Stabilität fördern.
Quellen
Bas offen für Renteneintritt nach Beitragsjahren
Beitragsjahre entscheidend? Bas offen für Vorschlag