TikTok hat einen wegweisenden Deal abgeschlossen, der die US-App vom globalen Geschäft des chinesischen Mutterkonzerns ByteDance trennt. Dieser Schritt sichert den Fortbestand der Plattform in den USA und beendet jahrelange Spannungen zwischen Washington und Peking. Präsident Donald Trump spielte eine zentrale Rolle bei der Vermittlung.
Hintergrund des Konflikts
Der Konflikt begann in Trumps erster Amtszeit mit Versuchen, TikTok wegen nationaler Sicherheitsbedenken zu verbieten. Ein Gesetz von 2024 forderte den Verkauf der US-Operationen bis Januar 2025, andernfalls drohte ein Verbot. Trump verschob die Frist mehrmals und kündigte im September 2025 einen Deal mit China an.
Details des Deals
Eine neue Firma, TikTok USDS Joint Venture LLC, übernimmt die US-Geschäfte mit Mehrheitsbeteiligung amerikanischer Investoren wie Oracle, Silver Lake und MGX. ByteDance behält unter 20 Prozent Anteile; US-Nutzerdaten und der Algorithmus werden in den USA gesichert und nur mit US-Daten trainiert. Der Vorstand hat eine US-Mehrheit, CEO ist Adam Presser.
Auswirkungen für Nutzer und Plattform
Für die rund 170 Millionen US-Nutzer bleibt die App weitgehend unverändert, mit Zugriff auf globale Inhalte. Experten erwarten jedoch eine langsamere App und möglicherweise weniger präzise Empfehlungen durch den getrennten Algorithmus. Der Deal könnte Präzedenz für andere chinesische Tech-Firmen schaffen.
Quellen
TikTok schließt Vereinbarung zur Trennung der US-App vom globalen Geschäft ab
TikTok gab am Donnerstag bekannt, dass es eine Vereinbarung getroffen hat, die es der äußerst beliebten Kurzvideo-App ermöglicht, ihren Betrieb in den USA fortzusetzen.