Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland in der Nacht einen der schwersten Angriffe seit Beginn des Krieges gestartet. Mehrere Städte, darunter Kyjiw, Lwiw, Dnipro und Odesa, seien Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe gewesen. Laut ukrainischen Behörden wurden Energieinfrastruktur, Wohngebäude und Industrieanlagen getroffen.
Selenskyj erklärte, Russland habe „Dutzende Raketen und Kampfdrohnen gleichzeitig“ eingesetzt. Die Luftabwehr habe viele davon abgefangen, doch einige seien in dicht besiedelten Gebieten eingeschlagen.
Opferzahlen und Zerstörung
Innenminister Ihor Klymenko bestätigte zahlreiche Tote und Verletzte, darunter ein vierjähriges Kind. Rettungskräfte seien weiterhin im Einsatz, um mögliche Überlebende aus den Trümmern zu bergen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen, und weite Teile des Landes sind ohne Strom und Heizung.
Bürgermeister von Kyjiw, Witalij Klitschko, sprach von „schweren Schäden in zentralen Bezirken“ und rief die Bevölkerung zu Ruhe und Vorsicht auf.
Internationale Reaktionen
Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Angriff scharf. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, die EU werde ihre Unterstützung für die Ukraine „weiter verstärken“. Auch die USA und Großbritannien sicherten zusätzliche militärische und humanitäre Hilfe zu.
Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete den Angriff als „Reaktion auf ukrainische Sabotageakte“, ohne Beweise vorzulegen.
Hintergrund des Angriffs
Seit Wochen hatte die Ukraine vor verschärften russischen Angriffen während der Wintermonate gewarnt. Militäranalysten sehen die neuen Attacken als Versuch Moskaus, die moralische und wirtschaftliche Widerstandskraft der Ukraine zu brechen und Druck auf die Bevölkerung auszuüben.
Quellen
Neue Angriffswelle Russlands trifft Ukraine – Zivilisten unter den Opfern
Heftige Luftangriffe in der Ukraine – Kind kommt bei russischem Beschuss ums Leben