Tesla hat in seiner Gigafactory in Grünheide bei Berlin die Gehälter aller rund 11.000 Mitarbeiter um vier Prozent erhöht, rückwirkend zum 1. Dezember 2025. Die Ankündigung erfolgte während einer internen Veranstaltung durch Personalchef Erik Demmler, der betonte, dass Tesla die Anpassung eigenständig und ohne gewerkschaftlichen Einfluss umsetzt. Dies folgt ähnlichen Erhöhungen in den Vorjahren und soll das Versprechen zur regelmäßigen Lohnüberprüfung erfüllen.
Details zur Lohnerhöhung
Das Einstiegsjahresgehalt für Produktionsmitarbeiter liegt nach der Erhöhung etwa 6.000 Euro über dem tariflichen Jahresentgelt für Berlin, Brandenburg und Sachsen, was Tesla als 14,5 Prozent Mehrlohn darstellt. Das Unternehmen wirbt damit, dass die Vergütung über dem Branchendurchschnitt liegt, und hebt zusätzliche Leistungen hervor. Kritiker bemängeln jedoch, dass keine Tarifverträge existieren und die Arbeitszeiten länger sind.
Reaktion der IG Metall
Die Gewerkschaft IG Metall begrüßt die Erhöhung als berechtigt, hält die Löhne aber weiterhin hinter dem branchenüblichen Niveau zurück. Bezirksleiter Jan Otto nennt Teslas Vergleich mit niedrigsten Tarifgruppen irreführend, da diese in Automobilwerken nicht vergeben werden, und schätzt den Abstand bei Berücksichtigung längerer Schichten auf 30 bis 35 Prozent. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag sowie ein Weihnachtsgeld von mindestens 1.500 Euro.
Hintergrund und Konflikt
Tesla wehrt sich konsequent gegen Tarifverträge, was zu anhaltenden Spannungen mit der IG Metall führt. Die Gigafactory in Brandenburg ist Teslas einziges Werk in Europa und beschäftigt derzeit etwa 11.000 Personen. Ähnliche Lohnanpassungen gab es bereits im November 2024 und Februar 2024.
Quellen
Tesla zahlt Mitarbeitern in Brandenburger E-Auto-Fabrik vier Prozent mehr Lohn
Tesla erhöht Löhne in Grünheide – Kritik von der IG Metall