Die US-Streitkräfte haben kürzlich ein großes Tankschiff vor der Küste Venezuelas beschlagnahmt, das unter Sanktionen stand und angeblich Öl für terroristische Organisationen transportierte. Präsident Donald Trump bezeichnete die Operation als die größte ihrer Art und deutete weitere Maßnahmen an. Venezuela verurteilt den Vorfall als „Akt der internationalen Piraterie“.
Das Tankschiff, zuvor als M/T Adisa bekannt und mit rund 2 Millionen Barrel venezolanischem Rohöl beladen, wurde von der US-Küstenwache, Marines und Spezialeinheiten übernommen. US-Justizministerin Pam Bondi erklärte, das Schiff sei seit Jahren sanktioniert wegen Beteiligung an einem Netzwerk, das Öl aus Venezuela und Iran schmuggelte. Videos zeigen Helikopterlandeoperationen auf dem Deck.
Venezuelas Reaktion
Caracas plant, den Vorfall vor internationalen Gremien anzuprangern und sieht darin einen Raubzug um die größten Ölvorkommen der Welt. Maduro-Regime wirft den USA vor, das Land zu einer „Ölkolonie“ machen zu wollen. Die Beschlagnahme erfolgte inmitten einer US-Militärpräsenz mit Tausenden Soldaten, Flugzeugträger USS Gerald R. Ford und über 20 Schlägen gegen mutmaßliche Drogenboote.
Ist eine Invasion Venezuelas geplant?
Experten sehen die Aktion als Eskalation, halten aber eine Bodeninvasion für unwahrscheinlich aufgrund logistischer Hürden und politischer Risiken. Trump hat CIA-Operationen genehmigt und schließt Luftangriffe nicht aus, um Maduro zu stürzen. Dennoch zielt die Strategie primär auf Druckaufbau ab, inklusive Sanktionen und Drohungen, ohne vollumfänglichen Krieg.
Quellen
Eskalation vor Venezuelas Küste: Tankschiff-Beschlagnahme durch USA
Von Drogenbooten zu Öltankern: US-Militär rückt Venezuela näher