Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat mit Blick auf den bevorstehenden Winter eindringlich vor einer humanitären Katastrophe gewarnt. Millionen von Geflüchteten und Binnenvertriebenen in Krisenregionen wie der Ukraine, Syrien, Afghanistan und Teilen Afrikas seien akut bedroht, da die Temperaturen in den kommenden Wochen dramatisch fallen dürften. Ohne ausreichende Unterkünfte, Heizmaterial und Winterkleidung drohten Kälte, Krankheit und Hunger.
Nach Angaben des UNHCR leben zahlreiche Familien in provisorischen Lagern oder zerstörten Gebäuden. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und Kranke. Die Organisation rechnet damit, dass in Regionen wie der Ukraine und Nordafghanistan Temperaturen bis zu minus 20 Grad erreicht werden könnten – Bedingungen, die ohne Hilfe tödlich sein können.
Mangelnde Mittel gefährden Hilfsmaßnahmen
Gleichzeitig weist das UNHCR darauf hin, dass die finanziellen Mittel für die humanitäre Hilfe stark unter Druck stehen. Viele internationale Geberländer hätten ihre Unterstützungszusagen gekürzt oder verzögert ausgezahlt. Das føre dazu, dass selbst grundlegende Winterhilfsprogramme – etwa die Versorgung mit Heizöfen, Decken und wetterfesten Zelten – nicht vollständig umgesetzt werden können.
Laut UNHCR werden allein für die Winterhilfe 2025 rund 700 Millionen US-Dollar benötigt, um Menschen in den betroffenen Regionen sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Der aktuelle Finanzierungsstand liege jedoch bei weniger als der Hälfte.
Appell an Regierungen und private Spender
Angesichts dieser dramatischen Lage bittet das Flüchtlingshilfswerk sowohl Regierungen als auch Privatpersonen weltweit um schnelle Unterstützung. Jeder Beitrag könne helfen, Menschenleben zu retten, betonte die UNHCR-Hochkommissarin. Neben Geldspenden seien auch Partnerschaften mit Unternehmen und Hilfsorganisationen entscheidend, um Versorgungsketten aufrechtzuerhalten und Notunterkünfte zu sichern.
Auch in Deutschland ruft das UNHCR-Büro zur Solidarität mit Geflüchteten auf. Spendenaktionen und öffentliche Informationskampagnen sollen auf die prekäre Situation aufmerksam machen. Nur mit internationalem Zusammenhalt, so die Organisation, könne verhindert werden, dass der Winter für viele Schutzsuchende zur tödlichen Falle wird.
Quellen
Uno-Flüchtlingshilfswerk warnt vor eisigem Winter und bittet um Spenden – spiegel.de
Millionen Flüchtlinge droht eisiger Winter – cash.ch