US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, den Verkauf von hochmodernen F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien genehmigen zu wollen. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Kurswechsel in der US-Rüstungsexportpolitik, da bisher in der Region nur Israel diese speziellen Tarnkappenflugzeuge erhielt. Trump lobte Saudi-Arabien für die langjährige Partnerschaft mit den USA und betonte die strategische Bedeutung der militärischen Zusammenarbeit.
Politische und militärische Bedeutung des Deals
Der Verkauf der F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien könnte das militärische Gleichgewicht im Nahen Osten erheblich verändern. Bisher gab es innenpolitische Bedenken in den USA, vor allem wegen der Rolle Saudi-Arabiens im Jemen-Krieg und wegen des Mordes an dem saudischen Regierungskritiker Jamal Khashoggi. Trotz israelischer Bedenken will Trump den Deal durchsetzen, da er Saudi-Arabien als wichtigen Verbündeten ansieht. Ein direkter Verteidigungspakt zwischen den USA und Saudi-Arabien wird allerdings von den USA an eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel geknüpft.
Umfangreicher Waffendeal und wirtschaftliche Verflechtungen
Der Waffendeal ist Teil eines umfassenden Kooperationspakets zwischen den USA und Saudi-Arabien, das insgesamt ein Volumen von etwa 142 Milliarden US-Dollar erreicht. Saudi-Arabien hat zudem Investitionen von 600 Milliarden US-Dollar in die USA zugesagt, darunter bedeutende Projekte im Bereich künstliche Intelligenz und zivilen Technologien. Das Abkommen umfasst nicht nur die F-35-Kampfjets, sondern auch Raketen, Luft- und Raketenabwehrsysteme sowie umfangreiche Trainings- und Unterstützungsmaßnahmen für die saudischen Streitkräfte. Saudi-Arabien gilt als größter Abnehmer von US-Waffen.
Hintergrund und aktuelle Entwicklung
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman wird im Zuge der Verhandlungen am 18. November 2025 zu Gesprächen in Washington erwartet. Dies ist sein erster Besuch in den USA seit der Affäre um Khashoggi vor sieben Jahren. Die Gespräche zielen darauf ab, die militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen. Gleichzeitig steuert Trump damit auf einen außenpolitischen Erfolg ab, der im Zeichen seiner “transaktionalen” Außenpolitik steht, trotz Kritik an anderen internationalen Entscheidungen seiner Regierung.
Diese Ankündigung wird international als bedeutende Wende in der US-amerikanisch-saudischen Beziehung interpretiert und könnte Auswirkungen auf die geopolitische Lage im Nahen Osten haben. Die USA festigen damit ihre Rolle als wichtiger Waffenlieferant und strategischer Partner Saudi-Arabiens
Quellen:
USA schließen 142-Mrd.-Dollar-Waffendeal mit Saudi-Arabien ab
Trump will Saudi-Arabien Kampfjets verkaufen