Der syrische Übergangspräsident Farouk al-Scharaa ist am Sonntag in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington handelt es sich um den ersten offiziellen Besuch eines syrischen Staatschefs seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011. Ziel des Besuchs sei es, die diplomatischen Beziehungen zwischen Syrien und den USA auf eine neue Grundlage zu stellen und Möglichkeiten für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes zu erörtern.
Gespräche mit der US-Regierung
Laut einem Sprecher des Weißen Hauses soll al-Scharaa in den kommenden Tagen Gespräche mit Außenminister Antony Blinken und Sicherheitsberater Jake Sullivan führen. Ein Treffen mit Präsident Donald Trump sei ebenfalls geplant, um über die Bedingungen einer möglichen schrittweisen Aufhebung der Sanktionen zu beraten. Dabei soll es insbesondere um humanitäre Korridore, Energieversorgung und regionale Stabilität gehen.
Hoffnung auf politische Öffnung
In syrischen Oppositionskreisen wird der Besuch überwiegend positiv bewertet. Beobachter sehen darin ein Signal für eine mögliche politische Öffnung und eine vorsichtige Normalisierung des vom Krieg gezeichneten Landes. Analysten mahnen jedoch, dass eine nachhaltige Lösung nur gelingen könne, wenn auch innenpolitisch Fortschritte in Richtung Demokratie und Rechtsstaatlichkeit erkennbar seien.
Internationale Reaktionen
Die Europäische Union, Russland und die Vereinten Nationen begrüßten den diplomatischen Schritt. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die Reise als „ermutigenden Impuls für den politischen Prozess“. Auch in den arabischen Nachbarstaaten wurde das Treffen mit vorsichtigem Optimismus aufgenommen, insbesondere im Hinblick auf mögliche regionale Sicherheitsabkommen.
Quellen
Syriens Übergangspräsident al-Scharaa in den USA eingetroffen – spiegel.de
Syriens Interimspräsident al-Scharaa in USA eingetroffen – tagesschau.de


