Präsident Bola Tinubu hat einen landesweiten Sicherheitsnotstand ausgerufen, um der Welle von Entführungen in Nigeria entgegenzuwirken. In den letzten anderthalb Wochen wurden rund 350 Menschen in verschiedenen Regionen verschleppt, darunter zahlreiche Schulkinder und Gläubige. Die Maßnahme zielt auf eine schnelle Verstärkung der Sicherheitskräfte ab.
Hintergrund der Entführungswelle
Bewaffnete Banden haben in Bundesstaaten wie Kebbi, Kwara, Niger und anderen innerhalb weniger Tage Hunderte Opfer entführt, einschließlich 24 Schulmädchen, 38 Gläubigen und über 300 Schülern eines katholischen Internats. Mehr als 265 Schüler und Lehrkräfte aus Niger State bleiben vermisst, während einige Opfer entkamen oder gerettet wurden. Diese Vorfälle haben Schulen in mehreren Staaten schließen lassen und nationale Empörung ausgelöst.
Maßnahmen des Präsidenten
Tinubu befahl die Rekrutierung von 20.000 zusätzlichen Polizisten – insgesamt 50.000 – sowie Personal für Armee und Inlandsgeheimdienst DSS, inklusive Spezialkräften in Wäldern. Er kündigte den Einsatz von Waldschutzkräften an, um Banden zu vertreiben, und forderte das Parlament auf, Staats-Polizeien zu ermöglichen. Kirchen und Moscheen sollen verstärkt geschützt werden, und Viehzüchter zu Weidewirtschaft und Abrüstung aufgefordert.
Langfristige Sicherheitsherausforderungen
Nigeria kämpft seit Jahren mit kriminellen Banden, islamistischen Aufständischen wie Boko Haram und ethnischen Konflikten, die Tausende Tote und Millionen Vertriebene fordern. Christen und Muslime sind gleichermaßen betroffen, trotz US-Vorwürfen gezielter Christenverfolgung, die Abuja zurückweist. Tinubu betonte nationale Einheit und entschlossenes Handeln gegen die „Agenten des Bösen“.
Quellen
Nigerias Präsident erklärt nationalen Sicherheitsnotstand wegen
Präsident Tinubu erklärt wegen Entführungen nationalen