US-Präsident Donald Trump hat die Schließung des Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C. für etwa zwei Jahre angekündigt. Die Maßnahme soll ab dem 4. Juli 2026 beginnen, zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung, und umfasst umfassende Renovierungs- und Bauarbeiten. Trump betonte auf Truth Social, dies sei der „schnellste Weg, um das Trump Kennedy Center auf das höchste Niveau an Erfolg, Schönheit und Pracht zu bringen“.
Hintergrund der Kontroverse
Das Kennedy Center wurde Ende 2025 von Trump in „Trump Kennedy Center“ umbenannt, was zu massiven Protesten führte. Trump hatte die Einrichtung zuvor wegen angeblicher „Linkslastigkeit“ übernommen, das Direktorium selbst ernannt und patriotische Programme durchgesetzt. Zahlreiche Künstler und Ensembles sagten Auftritte ab, darunter Komponist Philip Glass mit einer Sinfonie über Abraham Lincoln; der Ticketverkauf brach ein.
Gründe für die Schließung
Trump nennt den maroden baulichen und finanziellen Zustand des Centers als Hauptgrund; Veranstaltungen würden die Arbeiten behindern. Die Finanzierung sei bereits gesichert, die Genehmigung durch das von ihm kontrollierte Direktorium noch ausstehend. Kritiker sehen darin einen Versuch, das Zentrum „anti-woke“ umzugestalten und Trumps Einfluss zu zementieren.
Reaktionen und Ausblick
Künstler und Kulturschaffende reagieren empört auf die Schließung, die Konzerte, Opern und Musicals für zwei Jahre stoppt. Trump verspricht ein „neues Wahrzeichen für Kunst, Musik und Unterhaltung“. Die Renovierung könnte das ikonische Gebäude zu einem modernen Komplex machen, bleibt jedoch von Kontroversen geprägt
Quellen
Trump macht Kennedy Center für zwei Jahre dicht
Präsident Trump schließt Kennedy-Center für zwei Jahre: „Renovierungsarbeiten“