In Moskau finden derzeit entscheidende Gespräche über einen US-Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs statt. Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, trifft Präsident Wladimir Putin, um den überarbeiteten 28-Punkte-Plan zu besprechen, der zuvor in Genf und Florida angepasst wurde. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte das Treffen für den Nachmittag, während die US-Regierung optimistisch von Fortschritten ausgeht.
Hintergrund der Verhandlungen
Der Plan zielt auf ein Kriegsende ab und berücksichtigt nun ukrainische sowie europäische Sicherheitsinteressen, nachdem die erste Version als russlandfreundlich kritisiert wurde. Witkoff hatte zuvor mit ukrainischem Chefunterhändler Rustem Umerow in Florida gesprochen, der von „bedeutenden Fortschritten“ bei schwierigen Themen berichtete. Putin soll den ursprünglichen Entwurf gelobt haben, doch offene Punkte wie Sicherheitsgarantien und Souveränität bleiben umstritten.
Aktuelle militärische Lage
Parallel dazu erklärt Russland die Einnahme der strategisch wichtigen Städte Pokrowsk und Wowtschansk, was die Ukraine bestreitet und als andauernde Gefechte darstellt. Pokrowsk diente als Logistikzentrum für die ukrainische Armee in der Donezk-Region. Diese Entwicklungen erhöhen den Druck auf die Diplomatie in Moskau.
Positionen der Beteiligten
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte in Paris, Russland dürfe nicht für die Aggression belohnt werden, und forderte starke Garantien. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängen auf europäische Mitwirkung. Die USA sehen Putin erstmals am Verhandlungstisch und hoffen auf eine Einigung.
Quellen
Putin trifft US-Gesandten Witkoff
Worüber Kiew und Moskau verhandeln