Neue Messungen am Wrack der Komsomolez enthüllen anhaltend hohe Strahlungswerte in der Norwegischen See. Das sowjetische Atom-U-Boot liegt seit 1989 in fast 1.700 Metern Tiefe und sorgt weiterhin für Besorgnis.
Hintergrund der Komsomolez
Die Komsomolez sank am 7. April 1989 nach einem Brand im Maschinenraum, bei dem 42 Crewmitglieder starben. Das U-Boot trug zwei Plutonium-Sprengköpfe und einen abgeschalteten Reaktor mit nuklearem Brennstoff. Es war zu seiner Zeit das fortschrittlichste sowjetische Atom-U-Boot mit Titanhülle für extreme Tiefen.
Neueste Messungen 2026
Aktuelle Untersuchungen vom 23. März 2026 zeigen Cäsium-137-Werte bis zu 800.000-mal über dem natürlichen Niveau. Auch umliegende Meerestiere weisen erhöhte radioaktive Belastung auf. Experten bewerten die Lage derzeit als nicht unmittelbar gefährlich, das Wrack zerfällt jedoch langsam.
Umweltauswirkungen und Risiken
Leckagen von Cäsium-137 und Strontium-90 wurden bereits früher nachgewiesen, nun bestätigt sich der Anstieg. Norwegische Forscher nutzten ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge für präzise Probenentnahmen. Internationale Zusammenarbeit im Arctic Council diskutiert Bergungsmaßnahmen für sowjetische Atom-Relikte.
Ausblick und Empfehlungen
Die Komsomolez bleibt ein Symbol für Kaltkriegs-Risiken in der Arktis. Russland plant Konferenzen zur Entsorgung radioaktiver Wracks bis 2030. Weitere Überwachung ist essenziell, um Fischbestände und Ökosysteme zu schützen.
Quellen
Gesunkenes Atom-U-Boot “Komsomolez” noch immer radioaktiv
GesunkenesrussichesAtom-U-Bootlöstsichauf