KI-Fakes und alte Videos: So werden Iran-Proteste irreführend dargestellt

16/01/2026
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In den laufenden Protesten in Iran, die seit etwa zwei Wochen trotz Internet-Blackout Tausende mobilisieren, verbreiten sich KI-generierte Fakes und alte Aufnahmen, um die Ereignisse zu verzerren. Fact-Checker von DW und France 24 haben mehrere Beispiele enttarnt, die die Narrative beider Seiten manipulieren. Diese Desinformation erschwert die Überprüfung echter Bilder inmitten der Krise.​

KI-generierte Protestvideos enttarnt

Ein virales Video zeigt angeblich große nächtliche Proteste mit Handy-Lichtern, das über 750.000 Mal geteilt wurde – Fact-Checks belegen jedoch, dass es KI-generiert ist: Fehlende Gesichter, verzerrte Hände und einheitliche Lichter deuten darauf hin. Der Ersteller gab auf Instagram zu, es mit KI-Tools aus Protest-Inspiration erstellt zu haben, doch viele Weiterverbreiter ignorierten den Hinweis. Solche Fakes füllen das Informationsvakuum durch den Blackout und erreichen Millionenaufrufe.​

Alte Videos als neue Proteste missbraucht

Ein Clip, der einen Mann zeigt, der eine Flagge von einem Gebäude reißt, wurde als aktuelle Iran-Proteste geteilt – tatsächlich stammt er aus Nepal-Protesten im September 2025. Reverse-Image-Suchen und Kontextdetails wie Sommerkleidung bestätigen die Falschzuschreibung. Ähnlich kursieren Videos aus Frankreich oder Kanada als iranische Demos, was die Authentizität echter Berichte untergräbt.​

Fakes auch bei Regime-Unterstützern

Pro-Regime-Videos mit riesigen Flaggen und Massen wurden als Echtware präsentiert, erweisen sich aber als digital gefälscht: Undeutliche Gesichter und Personen, die aus Fahnen “hervortreten”, verraten KI-Manipulation. Experten wie Fact-Checker Souzanchi betonen, dass beide Seiten synthetische Inhalte nutzen, um Skepsis zu schüren – ein “Lügner-Dividende”-Effekt. Der Blackout macht Verifizierung echten Materials extrem schwierig.​

Quellen

Faktencheck: KI-Fälschungen und alte Videos führen zu Fehlinformationen über die Proteste im Iran
Proteste im Iran: Faktencheck zu Behauptungen über KI-Manipulation und geringe Wahlbeteiligung

Matthias Otto

Matthias Otto

Hallo, mein Name ist Matthias Otto und ich arbeite als Autor bei Investorbit.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

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