Unternehmen und Wirtschaftsverbände in Frankreich behandeln das Rassemblement National (RN) zunehmend wie eine normale Partei und führen Dialoge, um Interessen zu vertreten. Lobbyistinnen wie Sophie de Menthon und Marie-Christine Ostermann brechen Tabus, indem sie sich für Gespräche mit RN-Vertretern öffnen. Milliardäre wie Vincent Bolloré nutzen Medien, um eine „Union der Rechten“ zu fördern.
Politische Brandmauer wird durchlässig
Die traditionelle „Brandmauer“ oder „Cordon Sanitaire“ gegen das RN verliert an Stabilität, da konservative Kräfte wie Les Républicains Kompromisse eingehen. Jordan Bardella wird von Arbeitgeberverbänden wie MEDEF empfangen, um wirtschaftsliberale Positionen zu betonen. Dies unterscheidet sich von der AfD-Debatte in Deutschland, wo Kontroversen andauern.
Wirtschaftliche Motive im Vordergrund
Unternehmer priorisieren nun wirtschaftliche Themen wie Bürokratieabbau und Einwanderungskritik, statt ideologische Abgrenzung. RN-Chefin Marine Le Pen trifft Kleinunternehmer über Netzwerke wie Ethic. Die Annäherung spiegelt Frustration über Macrons Politik wider.
Quellen
In Frankreich hat die Wirtschaft die Brandmauer längst eingerissen
Frankreich zeigt, was passiert, wenn die Brandmauer fällt