China hat die Ausfuhr seltener Erden durch Einführung von Generallizenzen erleichtert, um Lieferketten zu stabilisieren. Qualifizierte Exporteure können seit Anfang Dezember beim Handelsministerium beantragen, dass Lieferungen über längere Zeiträume abgesichert werden, statt jede Sendung einzeln zu prüfen. Dies folgt auf strenge Kontrollen seit April 2025, die weltweit zu Engpässen führten.
Hintergrund der Exportkontrollen
China als weltgrößter Produzent von über 90 Prozent der seltenen Erden führte im April 2025 Kontrollen gegen sieben schwere Erden und Magnete ein, als Reaktion auf US-Zölle unter Präsident Trump. Diese Maßnahmen zielten auf zivile und militärische Dual-Use-Anwendungen ab und verursachten Produktionsausfälle in Deutschland und der EU. Im Oktober 2025 einigten sich Trump und Xi Jinping in Südkorea auf Lockerungen, inklusive Generallizenzen.
Neue Generallizenzen im Detail
Das Handelsministerium bestätigte, dass alle konformen Anträge für zivile Zwecke prompt genehmigt werden und Generallizenzen aktiv genutzt werden. Erste Jahreslizenzen wurden vergaben, um Exporte schwerer Erden zu erleichtern, doch militärische Nutzungen bleiben blockiert. Sprecher He Yadong betonte die Förderung legalen Handels zur Sicherung globaler Lieferketten.
Auswirkungen auf Europa und Weltmarkt
Deutsche Firmen melden Linderung, bleiben aber skeptisch gegenüber anhaltender Unsicherheit. Die EU plant Milliardeninvestitionen, um Abhängigkeit von China zu reduzieren. Experten sehen in den Lockerungen einen Hebel im US-China-Handelsstreit, erwarten aber keine vollständige Normalisierung bis 2026.
Quellen
China will Ausfuhren seltener Erden erleichtern
Seltene Erden: China erleichtert Ausfuhr trotz Unsicherheit