In Jerusalem kam es am Dienstagabend zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein ultraorthodoxer Jugendlicher ums Leben kam. Nach Angaben der israelischen Polizei verlor ein Busfahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in eine Gruppe von Fußgängern.
Der Vorfall ereignete sich im nördlichen Stadtteil Ramot, einer mehrheitlich ultraorthodoxen Wohngegend. Der 16-jährige Junge erlitt tödliche Verletzungen und wurde noch am Unfallort von Rettungskräften für tot erklärt.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die Polizei leitete umgehend eine Untersuchung ein. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass es sich möglicherweise um einen technischen Defekt oder ein Fahrmanöver bei schwierigen Straßenverhältnissen handeln könnte. Der Fahrer wurde festgenommen und zur Befragung in Gewahrsam genommen.
„Wir schließen derzeit weder menschliches Versagen noch technische Probleme aus“, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber lokalen Medien.
Angehörige und Gemeinde in Trauer
Die Nachricht vom Tod des Jugendlichen hat in der ultraorthodoxen Gemeinschaft große Betroffenheit ausgelöst. Viele Anwohner kamen an den Unfallort, um zu beten und Beileid zu bekunden. In sozialen Medien drückten Vertreter der charedischen Gemeinden ihre Bestürzung aus und forderten eine gründliche Untersuchung des Unglücks.
Rettungsorganisationen wie Magen David Adom und Zaka waren mit mehreren Teams im Einsatz, um Verletzte zu versorgen und seelsorgerische Unterstützung zu leisten.
Diskussion über Verkehrssicherheit in Jerusalem
Nach dem tragischen Vorfall wird erneut über die Verkehrssicherheit in den belebten Vierteln Jerusalems diskutiert. Mehrere Anwohner forderten die Stadtverwaltung auf, Fußgängerwege besser abzusichern und den öffentlichen Nahverkehr stärker zu überwachen.
Nach Angaben des israelischen Verkehrsministeriums kam es im vergangenen Jahr zu mehreren ähnlichen Unfällen, vor allem in dicht besiedelten religiösen Vierteln Jerusalems.
Quellen
Schock in Israels Hauptstadt: Busunfall fordert Leben eines Jugendlichen
Jerusalem unter Schock – Ultraorthodoxer stirbt, nachdem Bus in Menge