Am frühen Morgen verwandelte plötzlich einsetzendes Blitzeis viele Straßen und Gehwege im Norden Deutschlands in gefährlich glatte Flächen. Innerhalb kurzer Zeit kam es zu zahlreichen Unfällen mit insgesamt mindestens 13 Verletzten, wie Polizeisprecher mehrerer norddeutscher Städte berichten. Besonders betroffen waren Teile von Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen.
Autofahrer verloren auf vereisten Straßen die Kontrolle, während auch Fußgänger stürzten und sich teils schwer verletzten. „Es war stellenweise wie auf einer Eislaufbahn – man konnte kaum stehen bleiben, geschweige denn bremsen“, erklärte ein Verkehrsteilnehmer gegenüber dem NDR.
Polizei und Wetterdienste warnen vor weiteren Glättegefahren
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, dass sich die gefährliche Glätte bis in den späten Vormittag hinein halten könne. Besonders in Senken und auf Brücken besteht weiterhin erhöhte Rutschgefahr. Autofahrer werden dringend gebeten, die Geschwindigkeit zu reduzieren, ausreichend Abstand zu halten und Bremseingriffe zu vermeiden.
Auch für Fußgänger gilt besondere Vorsicht: Gehwege sollten nur mit geeignetem Schuhwerk und kleinen Schritten betreten werden. Städte und Gemeinden sind bereits im Einsatz, um Straßen und Wege zu streuen.
Verkehrsbehinderungen und Notruf-Einsätze häufen sich
In mehreren norddeutschen Regionen meldeten Rettungsdienste eine erhöhte Zahl an Notrufen. Neben Blechschäden und leichten Verletzungen gab es auch einige schwerere Unfälle, etwa bei Uelzen und Itzehoe. Bus- und Bahnverbindungen waren teils beeinträchtigt, da Fahrzeuge liegenblieben oder Notdienste blockierten.
Die Behörden appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, unnötige Fahrten möglichst zu vermeiden. Auch Fußgänger sollten nach Möglichkeit abwarten, bis sich die Lage entspannt hat.
Ausblick: Entspannung erst im Laufe des Tages
Laut Wettervorhersagen soll mit steigenden Temperaturen im Laufe des Vormittags Tauwetter einsetzen. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da Restfeuchte erneut gefrieren kann, sobald die Temperaturen wieder sinken.
Der DWD und regionale Einsatzkräfte bitten daher um kontinuierliche Aufmerksamkeit und raten, Verkehrsnachrichten und Wetterwarnungen regelmäßig zu verfolgen.
Quellen
Warnung vor Blitzeis und glatten Straßen – 13 Verletzte im Norden
DWD warnt erneut vor glatten Straßen in Norddeutschland