Jacques Tilly, der renommierte Düsseldorfer Wagenbauer, sorgt erneut für Schlagzeilen. Seine satirischen Karnevalswagen ziehen internationale Aufmerksamkeit auf sich, besonders im Kontext des laufenden Prozesses in Russland.
Neuer Putin-Wagen beim Rosenmontagszug
Jacques Tilly hat für den Rosenmontagszug 2026 in Düsseldorf einen neuen Wagen enthüllt, der direkt auf den Moskauer Prozess reagiert. Darauf ist ein grimmiger Putin zu sehen, der einen kleinen Narren mit dem Schwert aufspießt, worauf der Winzling mit einer Klatsche kontert – ein närrischer Kommentar zur russischen Justiz. Dieser Wagen ist eines von 13 Motiven, die Tilly beigesteuert hat und die Themen wie Putin, Trump und den Epstein-Skandal aufgreifen. Trotz Drohungen aus Moskau bleibt Jacques Tilly unbeeindruckt und setzt seine Kritik fort.
Prozess in Moskau eskaliert
Die russische Justiz verfolgt Jacques Tilly in Abwesenheit wegen angeblicher Verunglimpfung der Armee und Verletzung religiöser Gefühle durch frühere Putin-Karikaturen. Ihm drohen Geldstrafen oder bis zu zehn Jahren Haft, doch Tilly wurde nie offiziell informiert. Der Prozess wurde mehrfach verschoben und soll bald fortgesetzt werden. Jacques Tilly betont, dass seine Werke Putin persönlich kritisieren, nicht die Armee, und er erhält Unterstützung von deutschen Behörden.
Solidarität im Karneval
In Köln, Mainz und Düsseldorf zeigten die Rosenmontagszüge 2026 Solidarität mit Jacques Tilly durch ähnliche satirische Botschaften gegen Putin. Der Kölner Festkomitee-Präsident stellte sich öffentlich hinter ihn. Tillys Werke sind ein Markenzeichen des Düsseldorfer Karnevals und werden weltweit berichtet, von Berlin bis Tokio. Diese Entwicklungen unterstreichen die Macht der Satire inmitten politischer Spannungen.
Quellen
Die Rosenmontagszüge rollen: Putin und die Macht der Narren
Rosenmontagsumzüge: Narren gegen die Mächtigen
