Die US-Regierung hat nach enttäuschenden Verhandlungen in Abu Dhabi zu einer neuen Runde von Ukraine-Gesprächen eingeladen, diesmal in den USA. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Miami als Ort vorgeschlagen wurde, um den Druck auf Kiew und Moskau zu erhöhen.
Hintergrund der Verhandlungen
Die Gespräche zwischen Ukraine und Russland begannen unter US-Vermittlung in Abu Dhabi, blieben jedoch ergebnislos – lediglich ein Gefangenenaustausch wurde vereinbart. Die USA sehen in der Fortsetzung ein Mittel, den Konflikt bis Sommer 2026 zu beenden, andernfalls droht stärkerer Druck auf beide Seiten.
Selenskyj betonte, dass Kiew keine Abkommen akzeptiert, die ohne seine Beteiligung getroffen werden. Dies unterstreicht die ukrainische Position: „Nichts über uns ohne uns“.
Rolle der USA unter Trump
Unter Präsident Donald Trump, der 2025 wiedergewählt wurde, intensivieren sich diplomatische Initiativen. Sondergesandte wie Steve Witkoff und Jared Kushner waren bereits in Moskau und Florida aktiv, um einen Friedensplan voranzutreiben.
Frühere Treffen in Florida deuteten auf Fortschritte hin, doch territoriale Fragen und NATO-Garantien bleiben umstritten. Trump drängt auf Deeskalation und Transparenz durch Wiederaufnahme militärischer Dialoge.
Ausblick und Herausforderungen
Das geplante Treffen in Miami markiert erstmals US-Boden als Verhandlungsorte. Experten erwarten keine schnellen Durchbrüche, da Russland an Kernforderungen festhält und Europa stärker einbezogen werden soll.
Selenskyj äußerte Optimismus, warnt jedoch vor nachlassendem US-Interesse. Die Frist bis Juni könnte entscheidend sein für weitere Hilfen oder Sanktionen.
Quellen
US-Regierung lädt zu weiteren Ukraine-Gesprächen ein
Selenskyj lädt Trump zu neuem Ukraine-Treffen ein – der spricht von „Zeitverschwendung“


