Tausende Menschen haben am Freitag, den 30. Januar 2026, in Minneapolis und anderen US-Städten gegen die strenge Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste richten sich vor allem gegen Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, die in der Region um Minneapolis und St. Paul durchgeführt werden. Im Zentrum der Empörung stehen die tödlichen Schüsse auf zwei US-Bürger: die dreifache Mutter Renee Good am 7. Januar und den Intensivpfleger Alex Pretti kurz darauf.
Todesfälle durch ICE-Agenten
Renee Good wurde von einem ICE-Beamten erschossen, während sie in ihrem Auto saß; Videoaufnahmen widerlegen die Behauptung der Regierung, sie habe den Agenten überfahren. Alex Pretti, 37, wurde von Border Patrol-Agenten getötet, als er ihre Aktion filmte; das US-Justizministerium hat eine Bürgerrechtsuntersuchung eingeleitet. Die Trump-Administration hat rund 3.000 Bundesagenten in die Twin Cities geschickt, die die lokale Polizei übertreffen und in Sanctuary Cities wie Minneapolis Jagd auf Undokumentierte machen.
Verlauf der Demonstrationen
Trotz eisiger Temperaturen von bis zu minus 23 Grad Celsius marschierten Demonstranten mit Plakaten wie „ICE out now!“ und Fotos der Opfer durch Minneapolis. Es gab einen Aufruf zum „Nationalen Shutdown“ mit Schulschließungen, Streiks und Boykott von Geschäften; über 700 Unternehmen solidarisieren sich. Prominente wie Bruce Springsteen traten bei einem Benefizkonzert mit dem Song „Streets of Minneapolis“ auf, organisiert von Tom Morello.
Weitere Entwicklungen
Am Flughafen Minneapolis-St. Paul wurden rund 100 Geistliche festgenommen, die gegen Abschiebeflüge protestierten. Die Proteste breiten sich landesweit aus, von Los Angeles bis New York, und fordern die Abschaffung von ICE sowie die Anklage der Beamten. Kritiker werfen der Regierung vor, mit brutalen Methoden Demokratie und Freiheiten zu bedrohen.
Quellen
Minneapolis: Tausende demonstrieren gegen Trumps Einwanderungsblitz
Demonstranten schließen Schulen und Geschäfte während eines landesweiten Streiks gegen Trumps Einwanderungspolitik.