Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat in der ARD-Talkshow “Maischberger” klare Positionen bezogen. Sie betonte angesichts des Grönland-Konflikts mit den USA, dass die traditionelle Weltordnung ein Ende gefunden hat. Europa müsse nun selbstbewusst und unabhängig handeln.
Grönland-Konflikt und US-Druck
Mette Frederiksen reagierte auf Donald Trumps Äußerungen aus Davos, wo er einen “Deal” um Grönland suggerierte. Die Regierungschefin stellte klar: “Grönland gehört den Grönländern” und seine Zukunft wird in Nuuk entschieden, nicht in Washington. Souveränität Dänemarks und Grönlands sei die absolute “rote Linie”, über die nicht verhandelt werde.
Die Gespräche mit den USA stünden erst am Anfang, betonte sie, und die NATO habe kein Mandat, über Grönland zu entscheiden. Frederiksen lobte die europäische Solidarität, warnte aber vor einer Abhängigkeit von US-Entscheidungen.
Ende der alten Weltordnung
“Die alte Welt ist weg. Ich glaube nicht, dass sie zurückkommt”, sagte Frederiksen lapidar. Grund seien geopolitische Veränderungen wie der russische Krieg in der Ukraine und der wachsende strategische Wert der Arktis. Europa dürfe nicht länger auf das Weiße Haus schielen, sondern müsse eigene Strategien entwickeln.
Sie forderte eine starke Aufrüstung: “Für uns Europäer ist es das Wichtigste, dass wir aufrüsten, uns selbst verteidigen können”. Dies gelte für den Schutz von Bevölkerung, Freiheit und Sicherheit.
Aufruf an Europa
Frederiksen sah eine “große Aufbruchstimmung” in Europa und plädierte für Einheit. Dänemark wolle ein gutes Verhältnis zu den USA pflegen, aber innerhalb demokratischer Regeln. Parallel zu bilateralen US-Gesprächen müssten Europäer untereinander reden.
Ihr Anti-Einwanderungskurs und die Marginalisierung rechtspopulistischer Kräfte machten sie zur glaubwürdigen Stimme. Die Aussagen vom 27. Januar 2026 unterstreichen Dänemarks Rolle als Brückenbauer in unsicheren Zeiten.
Quellen
Dänemarks Regierungschefin mit deutlichen Worten: “Alte Welt ist weg”
„Die alte Weltordnung ist vorbei“ – Frederiksen warnt Europa