Bei einem Treffen im Weißen Haus zwischen dänischen und grönländischen Vertretern mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio gab es „fundamentale“ Meinungsunterschiede über Grönland. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen betonte, dass keine Einigung erzielt werden konnte, trotz des Ziels, einen gemeinsamen Sicherheitsweg zu finden. US-Präsident Donald Trump, der nicht teilnahm, hatte zuvor erklärt, eine US-Kontrolle über die Insel sei „inakzeptabel“ anders.
Bundeswehr entsendet Erkundungsteam
Die Bundeswehr schickt 13 Soldaten mit einem Airbus A400M nach Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, auf Einladung Dänemarks bis zum 17. Januar. Ziel ist die Erkundung von Rahmenbedingungen für militärische Unterstützung, etwa bei der Seeraumüberwachung, in Zusammenarbeit mit anderen Partnern. Dies folgt auf gescheiterte Gespräche und soll Dänemark bei der Regionssicherung helfen.
Reaktionen anderer NATO-Staaten
Schweden und Norwegen entsenden ebenfalls Militärpersonal nach Grönland, Schwedens Premier Ulf Kristersson kündigte Offiziere für Übungen an. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schickte erste Soldaten und sprach von „Operation Arctic Endurance“. Diese Schritte stärken die europäische Präsenz gegen US-Ansprüche und adressieren Bedrohungen durch China und Russland.
Trumps Haltung und offene Fragen
Trump rechtfertigt seinen Anspruch mit nationaler Sicherheit, Bedrohungen aus China und Russland sowie dem Raketenabwehrsystem „Golden Dome“. Bisher gibt es keine Reaktion auf die Bundeswehr-Entsendung, doch Trump schloss militärische Optionen nicht aus. Die NATO könnte durch den Konflikt belastet werden, da Grönland dänisch und somit Bündnisteil ist.
Quellen
Bundeswehr schickt 13 Soldaten nach Grönland – was wird Trump tun?
Warum deutsche Soldaten jetzt Grönland erkunden