Die Europäische Union und Indien stehen vor dem Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens, das als „Mutter aller Abkommen“ bezeichnet wird. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dies kürzlich in Neu-Delhi und Davos angekündigt, wo Verhandlungen nach rund 20 Jahren zu einem Durchbruch führen sollen.
Verhandlungsstand und Zeitrahmen
Die Gespräche begannen vor fast zwei Jahrzehnten und waren mehrfach unterbrochen. Beim bevorstehenden Gipfel in Neu-Delhi sollen die Unterschriften folgen, was einen gemeinsamen Markt für nahezu zwei Milliarden Menschen schafft.
Von der Leyen betonte das enorme Potenzial: Die Partnerschaft könne zu „einer der wichtigsten dieses Jahrhunderts“ werden. Zölle sollen gesenkt und Exportmärkte geöffnet werden, um fast ein Viertel der Weltwirtschaft zu verbinden.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Das Abkommen würde Industrie, Dienstleistungen und Investitionen fördern. Es entsteht ein Freihandelsraum, der Europa neue Chancen in Asiens Wachstumsmotor bietet und Indien Zugang zu EU-Technologie und Märkten verschafft.
Experten sehen hier Stabilisierung des globalen Handelssystems. Im EU-Parlament wird der Schritt als „wichtiger Fortschritt“ gelobt, etwa von Bernd Lange (SPD) und Angelika Niebler (CSU).
Sicherheitspartnerschaft als Ergänzung
Neben Handel plant man Abkommen zu Sicherheit und Verteidigung. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hob konkrete Ergebnisse bei maritimer Sicherheit, Cybersicherheit und Terrorismusbekämpfung hervor.
Dies stärkt die geopolitische Allianz inmitten globaler Herausforderungen.
Nächste Schritte und Herausforderungen
Eine politische Einigung erfordert noch Ratifizierung durch EU-Staaten und Parlament. Ähnlich wie beim Mercosur-Abkommen könnte dies über ein Jahr dauern.
Trotz Optimismus bleibt Arbeit zu tun, doch der Deal verspricht historische Bedeutung
Quellen
Die “Mutter aller Abkommen” kurz vor Abschluss„Mutter aller
Abkommen“: EU und Indien vor großer Handelsvereinbarung