Professor Amir Parasta, ein iranisch-deutscher Augenchirurg und ärztlicher Direktor des Münchner Augenzentrums Munich MED, beschreibt in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Sunday Times“ die grausame Realität in seinem Heimatland Iran. Laut Parasta erreiche das Vorgehen des Regimes gegen Demonstranten ein Ausmaß der Gewalt, das selbst erfahrene Ärzte sprachlos mache. „Das ist eine völlig neue Dimension der Brutalität“, zitiert ihn das Blatt.
Die Zeitung veröffentlichte einen ausführlichen Bericht über die jüngsten Gräueltaten des Mullah-Regimes – mit erschütternden Schilderungen aus Krankenhäusern und Geheimgefängnissen.
Folter, Schusswunden und eingeschüchterte Ärzte
Medizinische Fachkräfte berichten laut dem Bericht, dass Sicherheitskräfte gezielt auf lebenswichtige Organe und insbesondere auf Augen der Demonstranten schießen. Ziel sei, junge Menschen dauerhaft zu verstümmeln und einzuschüchtern. Viele Betroffene würden aus Angst vor Repressalien nicht in staatliche Krankenhäuser gehen. Stattdessen kümmern sich freiwillige Ärzteteams in improvisierten Kliniken um die Verletzten – unter Lebensgefahr.
Einige Ärzte schildern, dass Sicherheitskräfte auch medizinisches Personal bedrohen oder festnehmen, das Schwerverletzten hilft. Zeugenaussagen und Bildmaterial, die von Exilmedien überprüft wurden, bestätigen diese Behauptungen.
Reaktionen aus der internationalen Gemeinschaft
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch fordern eine unabhängige Untersuchung der dokumentierten Übergriffe. Auch Vertreter der EU und der Vereinten Nationen äußerten tiefe Besorgnis über den systematischen Einsatz von Gewalt gegen Zivilisten.
Die iranische Regierung weist alle Vorwürfe zurück und spricht von „westlicher Propaganda“. Doch die Fülle an medizinischen und journalistischen Belegen lässt ein anderes Bild entstehen: das eines Staates, der sich nur noch mit Terror an der Macht hält.
Quellen
Ärzte enthüllen das blutige Iran-Gemetzel
Iranian doctors place death toll in suppressed uprising far greater than what is being reported