In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Glatteisunfälle in Deutschland für einen erheblichen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen gesorgt. Laut dem Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) sind die Kliniken derzeit „extrem belastet“. Besonders in Süd- und Westdeutschland wurden binnen kürzester Zeit Hunderte von Verletzten gemeldet, viele davon mit Knochenbrüchen oder Prellungen.
Auch heute Morgen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiterhin vor glatten Straßen und Gehwegen in mehreren Bundesländern. Insbesondere frühmorgens sowie in den Abendstunden kann gefrierende Nässe erneut zu gefährlichen Situationen führen.
Krankenhäuser stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen
Die Lage in den Kliniken bleibt angespannt. Viele Häuser müssten laut DKG-Chef improvisieren, um alle Patienten zeitnah zu versorgen. In einigen Notaufnahmen seien Wartezeiten von mehreren Stunden keine Seltenheit. Pflegepersonal und Ärzte stünden besonders in Ballungsräumen unter erheblichem Druck.
Ein Sprecher eines Berliner Krankenhauses erklärte, die Zahl der Verletzten infolge von Glatteisunfällen habe sich im Vergleich zur Vorwoche verdreifacht. Man appelliere deshalb an die Bevölkerung, unnötige Wege zu vermeiden und bei unvermeidbaren Fahrten äußerst vorsichtig zu sein.
Wetterprognose: Weitere Glättegefahr in Sicht
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist in der Nacht zum Mittwoch erneut mit gefrierendem Regen und Schneefällen zu rechnen. Besonders gefährdet seien Regionen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern. Die Straßenmeistereien stehen im Dauereinsatz, dennoch könne nicht überall gleichzeitig gestreut werden.
Pendlerinnen und Pendler sollten auch weiterhin mit Beeinträchtigungen und erhöhter Unfallgefahr rechnen. Besonders Fußgänger werden gebeten, auf geeignetes Schuhwerk zu achten und Wege mit Tau- oder Streugut zu bevorzugen.
Quellen
Notaufnahmen durch Glatteisunfälle “extrem belastet”
Sturmtief “Elli”: Krankenhäuser melden “extreme Belastung”


