China hat vier weitere Personen hingerichtet, die für den Betrieb von Scam-Operationen in Myanmar verantwortlich gemacht werden. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Vorgehens gegen grenzüberschreitende Betrugsnetzwerke.
Hintergrund der Hinrichtungen
Das Shenzhen Intermediate People’s Court verkündete die Vollstreckung der Todesstrafen, die mit dem Tod von sechs chinesischen Staatsbürgern und Schäden in Höhe von über 29 Milliarden Yuan (ca. 4,2 Milliarden US-Dollar) in Verbindung stehen. Die Beschuldigten hatten in der Kokang-Region Myanmars Industrieparks errichtet, in denen Glücksspiel, Telekom-Betrug, Entführungen, Erpressung, Zwangsprostitution sowie Drogenproduktion und -handel betrieben wurden. Die Verbrechen wurden als „außergewöhnlich heinous“ eingestuft, und Berufungen wurden vom Guangdong Provincial High People’s Court abgewiesen.
Breiterer Kontext der Scam-Kampagne
Diese vier Hinrichtungen folgen auf frühere Vollstreckungen, darunter elf Mitglieder der „Ming-Familie“-Kriminalgruppe sowie fünf weitere in Myanmars Kokang-Region, die für den Tod von 14 bzw. sechs Chinesen verantwortlich waren. Chinesische Behörden kooperieren verstärkt mit Myanmar, Thailand und anderen Ländern Südostasiens, um die industriell organisierten Betrugszentren zu zerschlagen, die Millionen weltweit schädigen. Solche „Scam-Parks“ in Myanmar, Kambodscha und Laos zielen zunehmend auf globale Opfer ab und nutzen Zwangsarbeit sowie chinesisch geführte Syndikate in Kooperation mit lokalen Milizen.
Auswirkungen und internationale Relevanz
Die Eskalation der Strafen unterstreicht Pekings Entschlossenheit, Telekom-Betrug als gesellschaftliche Bedrohung zu bekämpfen, mit Tausenden Rückführungen und Verurteilungen. Experten sehen in Myanmars Instabilität einen Nährboden für diese Kriminalität, während China Milliardenverluste und Tote zu rächen sucht. Die Kampagne hat auch zu Belohnungen für Festnahmen und internationaler Zusammenarbeit geführt.
Quellen
China: Vier weitere Personen im Rahmen der Bekämpfung von Betrugsfällen in Myanmar hingerichtet
China richtet 11 Personen hin, die mit Cyberbetrugszentren in Myanmar in Verbindung stehen