US-Ex-Präsident Donald Trump hat mit deutlichen Worten die kolumbianische Regierung kritisiert und mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht, sollten Sicherheitsabkommen mit den Vereinigten Staaten nicht verlängert werden. Hintergrund seien laut Trumps Aussagen angebliche Verstöße Kolumbiens im Bereich des Drogenhandels sowie neue politische Allianzen mit linken Regierungen in der Region.
Kolumbien reagierte zurückhaltend, betonte jedoch seine „Souveränität in außenpolitischen Entscheidungen“. Zahlreiche Beobachter sehen in Trumps Worten eine Fortsetzung seiner harten Linie gegenüber lateinamerikanischen Staaten mit wachsendem Einfluss Chinas.
Kuba berichtet von mindestens 32 Toten in Caracas
Währenddessen hat die kubanische Regierung den Tod von mindestens 32 Menschen bei Protesten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas bestätigt. Die Demonstrationen richteten sich laut Berichten gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro und führten zu blutigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten.
Kuba, traditionell ein enger Verbündeter Venezuelas, äußerte tiefe Besorgnis über die Eskalation der Gewalt und forderte eine unabhängige internationale Untersuchung.
Lateinamerika zwischen Gewalt, Machtpolitik und internationalem Druck
Politische Beobachter warnen vor einer möglichen regionalen Destabilisierung. Die gleichzeitige Zuspitzung der Lage in Venezuela und die verbalen Angriffe aus Washington könnten neue diplomatische Fronten eröffnen. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) rief zu „Zurückhaltung und Dialog“ auf.
Insbesondere Trumps drohende Rhetorik und die zunehmende Gewalt in Caracas zeigen, wie fragil das politische Gleichgewicht in Lateinamerika bleibt – zwischen autoritären Tendenzen, sozialer Ungleichheit und dem Einfluss externer Mächte.
Quellen
Trump verschärft Ton gegen Kolumbien – Kuba bestätigt Dutzende
Nach US-Drohung an Kolumbien: Kuba beklagt Todesopfer in Caracas