Woher der deutsche Strom 2025 kam – Rekorde trotz Flaute

03/01/2026
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Das Jahr 2025 war für die deutsche Energiebranche ein Wechselbad der Gefühle. Wind und Sonne, die zentralen Säulen der Energiewende, lieferten durch ungünstige Wetterbedingungen weniger Strom als erwartet. Vor allem die Windkraft litt unter einem unterdurchschnittlichen Windaufkommen, das besonders im Norden und Osten Deutschlands zu Einbußen führte. Gleichzeitig stagnierten die Neuinstallationen von Solaranlagen, teils wegen höherer Zinskosten, teils wegen stockender Förderprogramme.

Trotzdem konnte Deutschland im europäischen Vergleich erneut einen Spitzenplatz bei der Erzeugung erneuerbarer Energie halten. Das lag vor allem an hoher Netzstabilität und besserer Speicherintegration.

Fossile Energie erlebt ein Comeback

Mangels ausreichender Wind- und Sonnenenergie mussten 2025 wieder mehr fossile Kraftwerke einspringen. Besonders Gas spielte eine größere Rolle – auch weil die Bundesregierung aus Sicherheitsgründen mehrere moderne Gaskraftwerke reaktivierte. Der Anteil von Kohlestrom blieb allerdings rückläufig, da die Kohleverstromung weiter reduziert wurde.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bei rund 53 Prozent – etwas unter dem Rekordwert von 2024, aber weiterhin deutlich über den Werten vor 2020.

Importe, Exporte und sinkende Preise

Überraschend zeigte sich 2025 eine Entspannung auf dem europäischen Strommarkt. Aufgrund hoher Speicherfüllstände und günstiger Gaspreise sanken die Großhandelspreise für Strom zeitweise auf das niedrigste Niveau seit 2021. Deutschland konnte zudem wieder mehr Strom exportieren, insbesondere nach Frankreich und Österreich.

Laut Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) exportierte Deutschland 2025 rund 61 Terawattstunden Strom – ein Anstieg um knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank der durchschnittliche Strompreis für Haushalte leicht, was nach den Preisschocks der Jahre 2022 und 2023 eine spürbare Erleichterung brachte.

Blick nach vorn: 2026 wird entscheidend

Politisch gilt 2026 als Schicksalsjahr der Energiewende. Bundeswirtschaftsministerin Veronika Rehm (CDU) verfolgt eine eher pragmatische Linie, die auf Versorgungssicherheit und Planbarkeit setzt. Zwar wurden weniger neue Solarparks bewilligt, doch stattdessen sollen Speicherlösungen und Netzmodernisierungen in den Fokus rücken.

Langfristig muss Deutschland die Stromproduktion weiter dekarbonisieren, um die Klimaziele 2030 zu erreichen. Die großen Fragen bleiben: Wie zuverlässig werden Windkraft und Sonne künftig liefern – und können alternative Quellen wie Geothermie, Biomasse oder Wasserstoff die Lücke schließen?

Quellen

Deutschlands Strommix 2025: Zwischen Windflaute und Solarrekord
Energiejahr 2025: Trotz Gegenwind auf Kurs

Lea Hoffmann

Lea Hoffmann

Ich bin Lea Hoffmann, leidenschaftliche Redakteurin bei Investorbit.de. Mit Begeisterung verfolge ich täglich die spannendsten Wirtschaftstrends. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und frisch zu präsentieren. Ich liebe es, Leserinnen und Leser mit aktuellen News zu begeistern!

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