Das US Supreme Court hat am 5. Dezember 2025 beschlossen, einen Fall zur Verfassungsmäßigkeit der Geburtsrecht-Staatsbürgerschaft zu verhandeln. Präsident Donald Trump erließ am 20. Januar 2025 eine Executive Order, die die automatische Staatsbürgerschaft für Kinder von undocumented Einwanderern oder temporär Anwesenden ablehnt. Niedrigere Gerichte blockierten die Order als Verstoß gegen den 14. Amendment, der festlegt: „All persons born or naturalized in the United States and subject to the jurisdiction thereof, are citizens of the United States and of the State wherein they reside.“
Trumps Position und rechtliche Auseinandersetzungen
Die Trump-Administration argumentiert, dass der 14. Amendment nur für Personen gelte, die voll unter US-Jurisdiktion stehen, nicht für illegale Einwanderer oder Visa-Halter. Der Supreme Court wird nun in Fällen wie Trump v. Washington prüfen, ob diese Order verfassungswidrig ist; Argumente sind für Frühjahr 2026 geplant, Urteil bis Juni 2026 erwartet. Die ACLU, vertreten durch Cecillia Wang, betont, dass kein Präsident die 150-jährige Tradition der Birthright Citizenship ändern könne.
Historischer Kontext und internationale Lage
Seit 1898 (United States v. Wong Kim Ark) gilt Birthright Citizenship als etabliert, codifiziert im Immigration and Nationality Act von 1952. Nur etwa 30 Länder, meist in Amerika, kennen jus soli; anderswo dominiert jus sanguinis. Der konservativ dominierte Supreme Court (6:3) könnte Trumps Politik stärken, was Midterm-Wahlen 2026 beeinflussen könnte.
Quellen
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten erklärt sich bereit, einen Fall anzuhören, in dem die Staatsbürgerschaft durch Geburt angefochten wird.
US-Oberster Gerichtshof prüft Trumps Antrag auf Abschaffung der Geburtsrechtbürgerschaft