Hunderte Rechtsextreme marschieren durch Madrid – Ein Bericht zum 50. Todestag Francos

22/11/2025
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Am 22. November 2025, genau 50 Jahre nach dem Tod des spanischen Diktators Francisco Franco, marschierten etwa 700 Rechtsextreme durch Madrid, um gegen die seit 1978 geltende spanische Verfassung zu protestieren. Diese Verfassung war das Fundament des demokratischen Übergangs nach Francos Tod 1975 spanische Verfassung. Die Demonstration wurde geführt von der faschistischen Falange-Organisation, die sich als Nachfolgerin der gleichnamigen Partei versteht, welche Franco während des spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) an die Macht brachte.

Verlauf des Marsches

Die Rechtsextremen zogen vom Hauptquartier der konservativen Volkspartei PP zum Sitz der regierenden sozialistischen Partei PSOE. Dabei wurden sie begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Die Teilnehmer trugen Fahnen aus der Franco-Zeit und zeigten faschistische Gesten bis hin zu Hitlergrüßen. Sie skandierten Parolen wie „Nationale Einheit“ und griffen die demokratischen Parteien PP und PSOE scharf an, indem sie sie als gleiche Gegner darstellten.

Symbolik und Ideologische Aussagen

Die Teilnehmer feierten zugleich den Gründer der Falange, José Antonio Primo de Rivera, dessen Todestag mit dem von Franco zusammenfällt. Dieser Marsch steht symbolisch für die anhaltende gesellschaftliche Herausforderung Spaniens mit seinem faschistischen Erbe. Auch heute noch hat eine Minderheit von rund 20 Prozent der Spanier ein eher positives Bild von Francos Diktatur.

Reaktionen und Gegenkundgebungen

Gegen die Demonstration formierten sich Gegenproteste im Stadtgebiet von Madrid, um ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Die spanische Regierung verurteilte den Marsch deutlich und betonte die Bedeutung der demokratischen Verfassung als Schutzschild gegen autoritäre Ideologien.

Fazit

Der Marsch hunderter Rechtsextremer in Madrid zeigt, dass das faschistische Erbe in Spanien, fünf Jahrzehnte nach Franco, weiterhin politisch und gesellschaftlich virulent ist. Die Demonstration war sowohl ein Ausdruck der Verherrlichung der Diktatur als auch ein Angriff auf die demokratischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte

Quellen

Rund 700 Rechtsextreme protestieren in Madrid gegen die Verfassung
Hunderte Rechtsextreme marschieren durch Madrid

Matthias Otto

Matthias Otto

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