Das Abkommen wurde im Rahmen eines offiziellen Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Athen unterzeichnet. Die griechische Gasgesellschaft DEPA und das ukrainische Staatsunternehmen Naftogaz sind die zentralen Vertragspartner. Griechenland fungiert dabei als wichtiger Umschlagplatz für US-amerikanisches LNG, das über eine neue Energieinfrastruktur, den sogenannten „vertikalen Gaskorridor“ von Alexandroupolis in Griechenland bis zum Hafen von Odessa in der Ukraine geliefert wird. Diese Verbindung stärkt die regionale Energiekooperation und trägt zur europäischen Energiesicherheit bei.
Ziele und Bedeutung des Abkommens
Das Ziel des Abkommens ist es, die ukrainische Gasversorgung angesichts der russischen Angriffe auf die heimische Energieinfrastruktur zu sichern und Lieferausfälle zu kompensieren. Die Ukraine plant, fast zwei Milliarden Euro für die Gasimporte bereitzustellen, um die durch die Zerstörungen verursachten Verluste auszugleichen. Dieses Abkommen stellt eine nachhaltige Diversifikation der Energiequellen dar und festigt Griechenlands Rolle als Drehkreuz für Energieexporte in Mittel- und Osteuropa. Zudem unterstreichen beide Länder ihr Engagement für eine engere energiepolitische Zusammenarbeit, wobei auch die Beteiligung der USA an diesem Prozess hervorgehoben wird.
Ausblick und Lieferbeginn
Die Gaslieferungen aus Griechenland sollen bereits im Januar 2026 starten, um den ukrainischen Bedarf während des Winters abzusichern. Die Schaffung dieses neuen Versorgungsweges ist laut beiden Regierungschefs ein entscheidender Schritt zur Gewährleistung der Stabilität und Sicherheit der Energieversorgung in der Region. Neben der Gaslieferung wurde auch eine intensivere Zusammenarbeit in den Bereichen Wiederaufbau, Verteidigung und Euro-Atlantische Integration vereinbart.
Quellen
Ukraine und Griechenland unterzeichnen Abkommen zur Gasversorgung
Griechenland will US-Erdgas an die Ukraine liefern

