Auf Teneriffa sind am Wochenende mehrere Menschen durch gewaltige Wellen ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kam es an mehreren Küstenabschnitten der Kanareninsel zu dramatischen Szenen: Meterhohe Wellen schlugen über Promenaden und Strände, rissen Spaziergänger und Badegäste ins Meer. Besonders betroffen war die Nordküste rund um Puerto de la Cruz und Los Realejos.
Behörden warnen vor weiteren Gefahren
Der kanarische Rettungsdienst bestätigte, dass mindestens vier Menschen ertrunken sind, nachdem sie von der starken Brandung erfasst wurden. Mehrere weitere Personen gelten als vermisst. Die Behörden mahnten eindringlich, Warnungen vor gefährlichen Wellen ernst zu nehmen und sich bis auf Weiteres von Küstenbereichen fernzuhalten.
Meteorologen sprechen von einem außergewöhnlich starken Wellengang infolge eines Tiefdruckgebiets über dem Atlantik. Die Wellen erreichten Spitzenhöhen von über sieben Metern. Besonders gefährlich sei die Kombination aus heftigen Böen und plötzlich einsetzenden Brechern, die auch geübte Schwimmer überraschen könnten.
Einsatzkräfte im Dauereinsatz
Rettungsteams, Polizei und Feuerwehr sind seit Samstag im ununterbrochenen Einsatz. Hubschrauber kreisen über die betroffenen Zonen, um nach Vermissten zu suchen. Mehrere Straßen und Strandabschnitte wurden gesperrt, um Schaulustige fernzuhalten.
Die Regionalregierung der Kanaren zeigte sich tief betroffen. Sie kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen an touristischen Küstenabschnitten künftig zu verstärken und digitale Warnsysteme auszubauen.
Erinnerung an frühere Unglücke
Solche Unfälle sind auf den Kanaren keine Seltenheit. Immer wieder unterschätzen Urlauber und Einheimische die Wucht des Atlantiks. Bereits im Winter 2018 hatte eine ähnlich hohe Brandung auf Teneriffa schwere Schäden verursacht, als Wellen mehrere Häuser an der Küste demolierten.
Quellen
Riesenwellen reißen auf Teneriffa mehrere Menschen in den Tod – spiegel.de
Drei Tote durch Riesenwellen auf Teneriffa – br.de


