Die ukrainische Bevölkerung leidet unter zunehmend längeren Stromausfällen aufgrund russischer Luftangriffe auf das Energienetz. Statt zuvor vier bis acht Stunden dauern die Sperren nun zwölf bis 16 Stunden täglich und betreffen die meisten Regionen des Landes. Dies führt auch zu Wasserknappheit in Haushalten, da Pumpen ohne Strom ausfallen.
Schwere Schäden am Energienetz
Russische Angriffe haben das Stromversorgungssystem massiv beschädigt, Reparaturen werden nach Angaben des Energieversorgers Ukrenerho mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Der Leiter des Staatsunternehmens, Witalij Sajtschenko, warnte vor einer “äußerst ernsten” Lage, die nicht in Tagen, sondern Wochen behoben werden kann. Unterdessen setzen die Angriffe fort, was die Wiederherstellung erschwert.
Größter Luftangriff seit Kriegsbeginn
In der Nacht zum Samstag traf ein massiver russischer Luftangriff mit 653 Drohnen sowie 51 Raketen und Marschflugkörpern das Netz – der drittschwerste seit Kriegsausbruch laut US-Institut CSIS. Weitere Attacken folgten in der Nacht zu Sonntag, etwa in Krechukiwka, wo Infrastruktur zerstört wurde. Solche Operationen zielen gezielt auf Energieanlagen ab.
Folgen für die Zivilbevölkerung
Millionen Ukrainer haben nur wenige Stunden am Tag Zugang zu Strom, Licht und Wasser, was das tägliche Leben lahmlegt. In Kiew und anderen Städten melden Bürgermeister Ausfälle, die Hygiene und Heizung beeinträchtigen. Die humanitäre Krise verschärft sich im Winter.
Quellen
Stromausfälle nach massiven russischen Angriffen
Bis zu 16 Stunden Stromsperre für Menschen in der Ukraine