Nach tödlichen Angriffen auf Weihnachtsmärkte, wie dem in Magdeburg im Dezember 2024 und früheren Vorfällen in Berlin und München, verschärfen Städte die Sicherheitsvorkehrungen. Über 3.000 Märkte im Land setzen nun verstärkt auf Betonbarrieren, Videoüberwachung, Kontrollpunkte und private Sicherheitsfirmen, um Fahrzeuganschläge zu verhindern. In Bonn patrouillieren Polizisten sichtbar, und umfangreiche Notfallpläne umfassen Training für Personal und Feuerwehrkooperation.
Kostensteigerung belastet Organisatoren
Die Sicherheitsausgaben sind in den letzten drei Jahren um durchschnittlich 44 Prozent gestiegen, wie eine Umfrage des Bundesverbands Stadt- und Ortemarketing (BCSD) zeigt. In Bremen belaufen sich die Kosten allein für den Markt auf 3 Millionen Euro, inklusive Barrieren und Fahrzeugschutz; in Magdeburg wurden neu 250.000 Euro für Maßnahmen wie Betonblöcke investiert. Kleinere Städte und private Veranstalter tragen oft die Last selbst, da Bund und Länder keine einheitliche Finanzierung übernehmen.
Streit um Finanzierung und Auswirkungen
Händlerverbände wie der DSBEV fordern, dass Sicherheitskosten aus öffentlichen Mitteln gedeckt werden, da sie kleine Familienbetriebe nicht belasten dürften – die Märkte ziehen jährlich 170 Millionen Besucher an und generieren Hunderte Millionen Euro Umsatz. Einige Märkte wie am Berliner Gendarmenmarkt erheben nun 2-Euro-Eintrittsgebühren zur Kostendeckung; Gerüchte über Absagen halten sich, doch kleinere Veranstaltungen schrumpfen. Kanzler Friedrich Merz betont, die Lage sei im Blick, doch Länderpolizei sei primär zuständig.
Quellen
Deutsche Weihnachtsmärkte sehen sich mit höheren Sicherheitskosten konfrontiert
Weihnachtsmärkte 2025: Sicherheit hat ihren Preis – Kosten steigen spürbar

