Der Volkswagen‑Konzern verliert seinen Chefstrategen: Stefan Weckbach, bislang Leiter der Konzernstrategie und enger Berater von CEO Oliver Blume, verlässt das Unternehmen und wechselt zu Mercedes‑AMG. Nach übereinstimmenden Berichten übernimmt der 48‑Jährige spätestens Anfang 2027 die Geschäftsführung der Performance‑Sparte mit Sitz im schwäbischen Affalterbach.
Hintergrund: Konflikte und Karrierewege
Intern gilt der Abgang als heikel, weil Weckbach bei wichtigen Zukunftsprojekten wie dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem US‑E‑Auto-Start‑up Rivian eine Schlüsselrolle spielte. Zugleich war er als möglicher Nachfolger an der Spitze von Porsche gehandelt worden, setzte sich dort jedoch nicht gegen den früheren McLaren‑Chef Michael Leiters durch.
Bedeutung für Mercedes‑AMG
Für Mercedes‑AMG ist die Verpflichtung von Weckbach mehr als ein einfacher Personalwechsel. Die Performance‑Tochter von Mercedes‑Benz steht vor der Aufgabe, ihre Sport- und High‑Performance‑Modelle konsequent in Richtung Elektrifizierung und Software‑Definiertem Fahrzeug weiterzuentwickeln – Bereiche, in denen Weckbach bei Porsche und Volkswagen bereits Erfahrung gesammelt hat.
Auswirkungen auf die Autoindustrie
Der Transfer eines so prominenten Strategen von Wolfsburg nach Stuttgart verschärft den Wettbewerb zwischen den deutschen Premiumherstellern. Insbesondere im Rennen um Elektromobilität, Softwarekompetenz und neue Geschäftsmodelle könnten sich die Gewichte zugunsten von Mercedes‑AMG verschieben, sollten Weckbachs Erfahrungen aus der Taycan‑Entwicklung und den VW‑Zukunftsprojekten dort schnell wirksam werden.
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