Warner Bros. Discovery (WBD) hat unter CEO David Zaslav eine strategische Überprüfung eingeleitet und signalisiert Offenheit für Übernahmeangebote, nachdem ein erstes Gebot von Paramount Skydance abgelehnt wurde. Die Aktie stieg daraufhin um bis zu 8 Prozent, da Marken wie HBO, CNN und Warner-Studios ein attraktives Portfolio bilden. Diese Kehrtwende folgt auf Spekulationen über eine Aufspaltung des Konzerns.
Die Hauptbewerber im Rennen
Netflix führt derzeit mit einem Gebot von rund 28 Dollar pro Aktie für Studio- und Streaming-Sparten (ca. 83 Milliarden Dollar), exklusiv TV-Sender wie CNN, und bietet eine 5-Milliarden-Strafzahlung bei regulatorischem Scheitern. Paramount Skydance kontert feindlich mit 108,4 Milliarden Dollar (30 Dollar pro Aktie) für den gesamten Konzern, unterstützt von David Ellison und seinem Vater Larry Ellison. Netflix verhandelt exklusiv, doch Paramounts Barangebot und politischer Rückhalt machen es zum Favoriten.
Politische und regulatorische Hürden
US-Präsident Donald Trump kritisierte den Netflix-Deal öffentlich wegen Marktmacht und unterstützt indirekt die Ellisons, zu denen Jared Kushner gehört, was Hollywood-Widerstände schürt. Wettbewerbsbehörden prüfen Monopole, da Netflix’ Größe Bedenken weckt; Paramounts Vollübernahme könnte CNN konservativer ausrichten. Die Börse reagiert volatil: Warner und Paramount im Plus, Netflix im Minus.
Ausblick auf Hollywoods Neuordnung
Eine Übernahme durch Paramount könnte zu selektiven Verkäufen führen, um Schulden zu tilgen, während Netflix’ Deal Warner auf Streaming fokussieren würde. Die Schlacht unterstreicht den Shift vom Kabel-TV zum Streaming und könnte die US-Medienlandschaft konsolidieren. Experten erwarten ein finales Angebot bis Jahresende.
Quellen
Zaslav öffnet die Büchse der Pandora – Bieterschlacht für Warner
Hollywoods Elefantenhochzeit: Der Kampf um Warner Bros. Discovery


