Die schwarz-rote Koalition aus Union und SPD drängt auf eine Lockerung der EU-Vorgabe, wonach ab 2035 keine neuen CO₂-ausstoßenden Autos mehr zugelassen werden sollen. Ziel ist es, Plug-in-Hybride, Range Extender und hocheffiziente Verbrenner weiterhin zuzulassen, um die deutsche Autoindustrie zu stützen.
Koalitionspläne im Detail
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und SPD-Partner wollen in Brüssel einen Brief an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen schicken. Darin fordern sie Ausnahmen für Technologien wie Plug-in-Hybride, Elektroautos mit Range Extender und besonders effiziente Verbrenner. Die EU-Kommission prüft die Regulierung bereits und plant am 10. Dezember einen Vorschlag.
Hintergründe der Initiative
Die deutsche Autobranche kämpft mit sinkenden Zulassungen und drohenden CO₂-Zielverfehlungen, was Millionen Jobs gefährdet. Union und SPD einigten sich im Koalitionsausschuss darauf, Klimaziele mit Flexibilität zu verbinden, statt eines harten Verbots. Merz betont, Elektromobilität bleibe die Hauptstraße, ergänzt um alternative Antriebe.
Reaktionen aus Umwelt und Industrie
Umweltorganisationen wie Greenpeace und DUH kritisieren den Vorstoß als Klimarückschritt und Hintertür für schädliche Technologien. Die Industrie begrüßt die Pläne, da sie Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung sichern sollen. Ob Brüssel zustimmt, hängt von anderen Mitgliedstaaten ab.
Quellen
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