Nach den heftigen Stürmen und Überschwemmungen des Jahres 2024 verzeichnen deutsche Versicherer 2025 eine deutliche Entspannung. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sanken die versicherten Schäden durch Naturgefahren wie Sturm, Hagel und Überschwemmungen um rund 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders erfreulich: Während 2024 große Teile Süddeutschlands von Starkregen und Hochwasser betroffen waren, blieben schwere Unwetterereignisse in diesem Jahr weitgehend aus.
Rückgang dank stabiler Wetterlage
Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) führen die geringere Zahl von Unwettern auf stabilere Großwetterlagen und längere Hochdruckphasen zurück. Diese verhinderten die Ausbildung heftiger Gewitterzellen über Mitteleuropa.
Auch der milde Frühling und ein vergleichsweise ausgeglichener Sommer trugen dazu bei, dass sowohl die Land- als auch die Forstwirtschaft weniger Schäden meldeten.
Klimawandel bleibt langfristiges Risiko
Trotz der positiven Entwicklung warnen Experten davor, das Jahr 2025 als Trendwende zu sehen. Der Klimawandel führe weiterhin zu einer Häufung extremer Wetterereignisse über die Jahrzehnte hinweg. Langfristig müsse Deutschland seine Klima- und Hochwasserschutzmaßnahmen weiter ausbauen.
Quellen
Sturm, Hagel und Starkregen: Schadensbilanz 2025 fällt deutlich geringer
Versicherer melden Rückgang der Unwetterschäden im Jahr 2025