Die Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst sind derzeit in einer entscheidenden Phase, insbesondere für die Beschäftigten der Länder. Gewerkschaften und Arbeitgeber ringen um faire Löhne und Bedingungen für rund 925.000 Tarifbeschäftigte.
Dritte Runde in Potsdam
In der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam, die am 11. Februar 2026 begann, gibt es erste Bewegungen, aber noch keine Einigung. Die Arbeitgeberseite hat ein Angebot mit etwa fünf Prozent Lohnerhöhung über 29 Monate vorgelegt, während Verdi und dbb an sieben Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat festhalten.
Die Verhandlungen wurden verlängert und dauern bis in den Samstag, den 14. Februar 2026 hinein, ohne finales Ergebnis bislang. Beide Seiten streben einen Abschluss an, um Warnstreiks zu vermeiden.
Forderungen der Gewerkschaften
Verdi und der Beamtenbund fordern neben der Gehaltserhöhung höhere Zuschläge um 20 Prozentpunkte, mehr Urlaub und bessere Bedingungen für Auszubildende mit 200 Euro mehr. Eine Laufzeit von nur zwölf Monaten soll den Druck aufrechterhalten.
Diese Ansprüche basieren auf einer Umfrage unter 68.000 Beschäftigten und sollen den öffentlichen Dienst attraktiv halten.
Position der Arbeitgeber
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beruft sich auf knappe Haushalte und bietet gestaffelte Erhöhungen an, die der Inflation entsprechen sollen. Sie lehnen kurze Laufzeiten ab und plädieren für 29 Monate.
dbb-Chef Volker Geyer betont die Wettbewerbsfähigkeit der Länder in diesen Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst.
Ausblick und Warnstreiks
Bis Freitag oder Samstag wird eine Einigung erwartet, andernfalls drohen unbefristete Streiks, da keine Schlichtung vereinbart ist. Die Tarifrunde betrifft TV-L und folgt dem TVöD-Ergebnis von 5,8 Prozent für Bund und Kommunen.
Quellen
Mehr Geld für Landesbedienstete gefordert
Tarif-Entscheidung öffentlicher Dienst erst in Verlängerung