Die Öttinger Brauerei intensiviert ihr Engagement im Ausland, um dem rückläufigen Bierkonsum in Deutschland entgegenzuwirken. Neueste Nachrichten drehen sich um strategische Umstrukturierungen und Expansionspläne.
Neue Schweizer Struktur für Export
Öttinger Brauerei Ausland erhält einen Schub durch die Oe International AG in der Schweiz, gegründet im April 2024. Diese Firma, formal getrennt von der deutschen Brauerei, soll das internationale Geschäft steuern und von Steuervorteilen profitieren – ein radikaler Neustart inmitten sinkender Heimatabsätze.
Das geheime Projekt “Columbus” unterstreicht den Fokus auf Auslandsmärkte, da Deutsche so wenig Bier wie nie trinken.
Starke Exportzahlen trotz Herausforderungen
Im Jahr 2024 exportierte die Oettinger Gruppe 2,4 Millionen Hektoliter Bier aus Deutschland und belegte Platz 2 im Export-Ranking der deutschen Brauer. Wichtige Märkte sind Italien, China, Belgien, Schweiz, Russland und Niederlande; etwa ein Drittel der Produktion geht ins Ausland.
Das Ziel: Bis 2026 sollen 50 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland stammen, aktuell sind es 40 Prozent.
Produktionsumstellungen und Zukunft
Die Brauerei in Braunschweig stellte Ende 2025 die Bierproduktion ein, verlegte sie nach Oettingen und Mönchengladbach aufgrund sinkender Absätze und alter Technik. Logistik bleibt vor Ort, um den Export zu sichern.
Öttinger Brauerei Ausland bleibt zentral: Mit Innovationen wie der Marke “Oe” und Functional Drinks plant das Unternehmen Wachstum weltweit.
Quellen
Oettinger-Brauerei stellt Bierproduktion in Braunschweig ein
Steuerflucht! Oettinger-Brauerei zieht es ins Ausland