Netflix hat Warner Bros. Discovery’s Film- und Streaming-Geschäft für ein Eigenkapitalwert von 72 Milliarden Dollar (ca. 68 Milliarden Euro) übernommen, was den größten Deal in der Unterhaltungsbranche darstellt. Der Kauf umfasst ikonische Franchises wie Harry Potter, Game of Thrones und DC-Comics sowie HBO Max und Warner Bros. Games. Der Transaktionswert beträgt insgesamt 82,7 Milliarden Dollar, finanziert durch Bargeld und Aktien zu 27,75 Dollar pro Warner-Aktie.
Hintergründe des Deals
Der Deal folgt auf eine Auseinandersetzung von Warner Bros. Discovery, das sein Networks-Geschäft (CNN, TNT) abspaltet, bevor Netflix die Studios und Streaming übernimmt – Abschluss erwartet in 12-18 Monaten. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos betonte, der Kauf ergänze die eigene Plattform mit Warner’s Bibliothek und schaffe Synergien für globale Inhalte. Warner Bros. behält Kino-Verträge bis 2029, HBO Max bleibt zunächst separat.
Auswirkungen auf Hollywood
Durch den Erwerb entstehen jährlich 2-3 Milliarden Dollar Einsparungen, Netflix erweitert US-Produktion und schafft Jobs. Kritik kommt von Gewerkschaften und Behörden wegen Monopolrisiken; eine Breakup-Gebühr von 5,8 Milliarden Dollar sichert den Deal. Netflix siegte gegen Bieter wie Comcast und Paramount Skydance.
Regulatorische Hürden und Kritik
US- und EU-Antitrustbehörden prüfen den Megakonzern, Trump-Administration skeptisch. Netflix plant HBO-Inhalte in seine Plattform zu integrieren und Warner-Operationen fortzusetzen. Der Deal könnte das Streaming-Monopol stärken, birgt aber Risiken für Kinos und Konkurrenz.
Quellen
Netflix kauft Film- und Streaming-Geschäft von Warner Bros für 72 Milliarden Dollar
Netflix übernimmt Warner Bros. nach der Abspaltung von Discovery Global für einen Gesamtunternehmenswert von 82,7 Milliarden US-Dollar (Eigenkapitalwert von 72,0 Milliarden US-Dollar)