Mercedes-Benz schließt US-Dieselstreit mit Millionenvergleich ab.
Details zum Vergleich
Mercedes-Benz hat einen Vergleich in Höhe von rund 102 Millionen Euro (ca. 149,6 Millionen US-Dollar) mit 48 US-Bundesstaaten, Puerto Rico und dem District of Columbia geschlossen, um Vorwürfe zu hohen Diesel-Abgaswerten bei etwa 250.000 Fahrzeugen zu beilegen. Davon werden sofort 120 Millionen Dollar gezahlt, während 29,6 Millionen Dollar suspendiert sind und je repariertem, zurückgekauftem oder abgemeldetem Fahrzeug um 750 Dollar sinken. Betroffene Besitzer und Leasingnehmer erhalten 2.000 Dollar pro repariertem Fahrzeug sowie Software-Updates und verlängerte Garantien.
Hintergrund des Streits
Der Konflikt geht auf Untersuchungen seit 2020 zurück, die nach dem Volkswagen-Dieselgate-Skandal 2015 eingeleitet wurden und Mercedes illegale Software zur Emissionsmanipulation vorwarfen. Mercedes weist jegliche Manipulationen zurück und sieht den Vergleich nicht als Schuldeingeständnis, im Gegensatz zu Volkswagen, das über 20 Milliarden Dollar zahlen musste. Bereits 2020 leistete Mercedes 2,2 Milliarden Dollar an Zahlungen an US-Behörden und Kunden.
Auswirkungen und Zukunft
Der Vergleich schafft Rechtssicherheit und beendet wesentliche US-Rechtsverfahren zu Diesel-Emissionen, ohne Einfluss auf die Konzernergebnisse dank gebildeter Rückstellungen. Mercedes hat über 85 Prozent der Fahrzeuge bereits per Software-Update nachgebessert und plant Anreize für den Rest. Die Einigung bedarf noch gerichtlicher Genehmigung und unterstreicht strengere Umweltauflagen in der Branche.

