Das Jahr 2025 brachte für viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland spürbare Preisschübe im Supermarkt. Hauptursachen waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts gestiegene Energiepreise, Wetterextreme und weltweite Engpässe bei landwirtschaftlichen Rohstoffen. Besonders Dürreperioden in Südeuropa und Rekordtemperaturen in Asien wirkten sich auf die Versorgungsketten aus.
Gemüse und Obst: Deutliche Preissteigerungen im ersten Halbjahr
Frisches Gemüse gehörte 2025 zu den Spitzenreitern der Preisspirale. Tomaten, Paprika und Salat verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 18 Prozent. Auch Obstsorten wie Äpfel und Bananen legten um durchschnittlich 9 Prozent zu. Grund waren neben höheren Energiekosten für Gewächshäuser auch gestiegene Transportkosten durch anhaltend hohe Dieselpreise.
Brot, Butter und Käse: Getreide- und Milchmärkte unter Druck
Auch Grundnahrungsmittel blieben von der Preisentwicklung nicht verschont. Brot wurde etwa 12 Prozent teurer, Butter sogar um bis zu 15 Prozent. Die Gründe lagen in schwankenden Weizen- und Milcherträgen sowie höheren Produktions- und Verpackungskosten. Viele Molkereien mussten ihre Preise anpassen, weil sowohl Futter als auch Energie teurer wurden.
Fleisch und Fisch: Preisunterschiede je nach Produkt
Während Schweinefleisch 2025 leicht günstiger wurde, stiegen die Preise für Rind und Geflügel deutlich. Rindfleisch verteuerte sich im Jahresverlauf um knapp 10 Prozent, Hähnchen um 8 Prozent. Fischprodukte blieben aufgrund hoher Importkosten aus Norwegen und Island teuer. Insbesondere Lachs und Thunfisch erreichten Rekordpreise.
Verbraucher reagieren mit angepasstem Konsumverhalten
Viele Haushalte reagierten auf die Preisentwicklung mit einem bewussteren Einkauf und einem Trend zu Eigenmarken. Laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands griffen rund 60 Prozent der Befragten häufiger zu preisgünstigen Alternativen oder verzichteten auf bestimmte Produkte. Auch der Einkauf auf Wochenmärkten und in regionalen Direktverkaufsstellen nahm zu.
Quellen
Teuer wie nie: So stark stiegen die Lebensmittelpreise 2025
Inflation auf dem Teller: Welche Lebensmittel 2025 am meisten kosteten