Der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, hat sich laut US-Medienberichten aus dem geplanten Bietergefecht um Warner Bros. Discovery zurückgezogen. Kushners Investmentfirma Affinity Partners, die mit Kapital aus Saudi-Arabien arbeitet, hatte seit Herbst 2025 Interesse an einer Beteiligung am US-Medienriesen gezeigt.
Insider zufolge scheiterte das Vorhaben an den restriktiven kartellrechtlichen Bedingungen und der wachsenden Skepsis gegenüber einer Beteiligung von Investoren mit engen politischen Verbindungen. Warner Bros. Discovery verhandelt derzeit strategische Optionen, da der angeschlagene Medienkonzern nach sinkenden Streaming-Zahlen seine Geschäftsstrategie überarbeitet.
Medienmacht und politische Brisanz
Kushners Einstieg hätte eine politisch sensible Dimension gehabt, da der Schwiegersohn und Berater des ehemaligen Präsidenten während der Trump-Regierung bereits durch enge Kontakte zum saudischen Staatsfonds und zu einflussreichen US-Medienfiguren aufgefallen war. Kritiker warnten vor einer weiteren Vermischung von Politik, Medien und internationalen Kapitalinteressen.
US-Kommentatoren sahen in dem möglichen Engagement einen Versuch, die Trump-nahe Medienlandschaft zu stärken und Einfluss auf öffentliche Debatten zu nehmen – vor dem Hintergrund der erneuten Präsidentschaftsambitionen der Familie Trump.
Warner Bros. Discovery sucht neue Investoren
Das Medienunternehmen steht seit Monaten unter Druck. Nach gescheiterten Streaming-Strategien und hohen Schulden hatte der Vorstand geprüft, ob Teile des Konzerns oder ganze Sparten wie HBO oder CNN ausgegliedert werden könnten. Der Rückzug von Affinity Partners reduziert die Zahl der potenziellen Investoren, während weiterhin Private‑Equity‑Gesellschaften aus den USA und Asien Interesse zeigen sollen.
Quellen
Jared Kushner steigt aus Übernahmeplänen für Warner Bros. Discovery
Kein Deal: Trump-Schwiegersohn beendet Interesse an Warner Bros. Discovery
